Hilfe mit dem Gespann

Auf der jährlichen Gedenkfahrt des ACM Schönbuch wurde bekanntgegeben, dass Spenden einem Hilfswerk zugute kämen, das mit speziell ausgerüsteten Gespannen in armen Ländern unterwegs ist.

(Von Uwe Flammer) Auf der jährlichen Gedenkfahrt des ACM Schönbuch (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Motorradfahrer) wurde bekanntgegeben, dass die Spenden aus dem Gottesdienst einen Hilfswerk zugute kämen, das mit speziell ausgerüsteten Gespannen in armen Ländern unterwegs ist, um dort humanitäre Hilfe zu leisten. Der Name des Projekts: eRanger. Mehr Info unter www.eranger.com. In der Kirche wurde ein Informationsblatt in englischer Sprache verteilt. Hier der Inhalt in Kurzform.

Eingesetzt werden Endurogespanne auf Basis von Jialing-Motorrädern des Typs JH 200 L mit 200 ccm (also nicht das bekannte chinesische Militärgespann, sondern kleinere Maschinen). Die Beiwagen sind nicht von der Stange, sondern für den Einsatzzweck konstruiert. Ziel der Konstruktion war ein leichtes, robustes Fahrzeug zu schaffen, das auch auf schlechtesten Wegen vorankommt. Die Beiwagen können neben Hilfsgütern mindestens einen Passagier aufnehmen. Die Fahrer werden in einem Training von drei Tagen geschult. Dies sei ausreichend auch für solche Fahrer, die keinerlei Erfahrung mit dem Führen eines Fahrzeugs hätten.

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Auf der Website des Projekts werden die Motorräder Jialing JH 125 und JH 200 als technische Basis genannt.

Das Projekt wurde offenbar in der Republik Südafrika gestartet, damals noch unter der Patenschaft von Nelson Mandela. Inzwischen sind die eRanger in verschiedenen Ländern Afrikas, in Afghanistan und in Haiti unterwegs. Die Manager des Projekts kommen aus Südafrika und Großbritannien.

Interessant: Der Hauptsponsor ist ein Prinz aus Saudi-Arabien, der gleichzeitig Chef des Geheimdienstes von Saudi-Arabien und Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates von Saudi-Arabien war. Inwieweit Saudi-Arabien über die Finanzierung hinaus Einfluss auf das Projekt nimmt, wissen wir nicht. Die übrigen Köpfe des Projekts sind durchgehend Europäer bzw. weiße Südafrikaner ohne islamischen Hintergrund. Da das Projekt von einer deutschen Kirchengemeinde unterstützt wird, gehen wir davon aus, dass es sich um eine gute Sache handelt.

 

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