|
|
|
|
|
Schon seit geraumer Zeit hatte ich immer wieder in eurer
Zeitschrift von Beschaffungsproblemen in Hinblick auf die o.a. Reifen gelesen.
Seit gut einem Jahr besitze ich nun – nach 13 Jahren (und im Winter immer noch)
„Emme“-„Treiben“ – ein Gespann auf Basis der Yamaha XS 1100 S mit EML-Speedline.
Im Herbst letzten Jahres stand ich dann erstmals vor diesem „Problem“ der Neubeschaffung
von Reifen. Nachfragen bei mehreren „großen“ (?) und kleinen Reifenhändlern
in Großstädten im Ruhrgebiet und im Bergischen schienen zunächst das Problem
zu bestätigen:
145 x 15, nur Michelin. 125 x 15 äußerst schwierig, FIRESTONE schon gar nicht,
Lieferbarkeit überhaupt fraglich
Mein „Emme“-Händler in Dortmund hat mir dann problemlos je einen Firestone F650
in beiden Größen beschaffen können, für evtl. in erreichbarer Nähe wohnende
Kollegen mit gleichem Problem hier die Anschrift
Vor einigen Wochen ergab sich eine zweite Lösungsmöglichkeit für mich. Im Rahmen
einer größeren Beschaffungsaktion von diversen Motorrad- und PKW-Reifen im Kollegenkreis
haben wir bei mehreren Reifenhändlern Angebote eingeholt.
Ein Händler, Reifendienst Warnecke GmbH, Herzogstr. 16, 42551 Velbert, Tel:
02051-254858
Bei der Abholung der Reifen ist mir dann eine Vermutung gekommen, wo das eigentliche
Problem liegen könnte, denn außer dem von mir bestellten lagen zumindest noch
drei weitere Reifen 125x15 in der Werkstatthalle.
Könnte es sein, dass der Hersteller und/oder viele Reifengroßhändler bei diesem
Reifen nur noch Bestellungen über mindestens 4 (vier) Stück akzeptieren? Das
würde erklären, warum viele Reifenhändler sagen, der Reifen sei (als Einzelstück?)
gar nicht mehr zu beschaffen. Evtl. könnte dann aber eine Nachfrage im Kreis
von Gespannfahrerkollegen und eine Sammelbestellung zur Problemlösung helfen.
Ansonsten hoffe ich, mit dem o.a. Anschriften dem ein oder anderem weiterhelfen
zu können.
Ludger Knauer
Zur Anfrage
von Gerhard Appel in M-G Nr. 57,
Seite 54, Frage Nr 6, Hinterradausbau:
Das von Herrn Appel in Motorrad-Gespanne Nr. 57 geschilderte Problem hat mir
damals an meinem Gespann (R 96 S mit /5 Achsantrieb) auch keine Ruhe gelassen.
Die Lösung ist eine links teilbare Schwinge. Die Schwinge habe ich links möglichst
weit oberhalb der Schwingenlagerung getrennt und mit einem verschraubbaren Flansch
verschweißt. Als Flansch kam die Verbindung zwischen Kardan und Getriebe zu
neuen Ehren.
Für die Raddemontage wird die Streckachse gezogen. Der linke Stoßdämpfer von
der Schwinge gelöst und der linke
Schwingenholm gelöst. Das Rad kann
nun einigermaßen gut am Auspuff vorbei nach unten weggezogen werden.
Diese Konstruktion hat auch Ihren TÜV-Segen bekommen.
Jens-Peter
Seit 6 Jahren fahre ich einen indischen Seitenwagen (Bajaj
?) Cozy an meiner PX. Leider hat sich das Federbein als viel zu hart erwiesen.
Theo Däschlein hat auf entsprechende Anfrage mitgeteilt, er wüsste, dass
seinerzeit beim TÜV Berlin die Typprüfung gescheitert wäre, weil durch das harte
Federbein sogar die Aufhängung gebrochen sei. Aus diesem Grund wolle er sich
auch mit irgendwelchen Tipps nicht gefährden.
Hat jemand Erfahrung, welches Teil stattdessen eingebaut werden kann, wie
Thomas Brand
September
98:
An der IMO in München habe ich dieses Gerät bestellt und auch sofort bezahlt
mit dem Wunsch, die Sachen an ein Hotel in München zu schicken.
31.10.1999:
Ein Teil der Gegenstände ist im Hotel in München eingetroffen. Nach dem ich
telefonisch rückgefragt habe, wurde mir mitgeteilt, dass der Rest mir in die
Schweiz zugeschickt wird.
November 98:
Ich erhalte die restlichen Teile der Anlage.
Dezember 98: Ich baue die Teile gemäss
Anleitung in mein Gespann "Side Bike Kyrnos" ein. Habe keine Probleme,
bis auf den mechanischen Tachoanschluss. Ich konnte diesen mit dem besten Willen
nicht über die Seite bringen. Nach Email Rückfrage mit IXIS,
habe die mir mitgeteilt, ich soll ihn ihnen zuschicken. Sie werden diesen mit
speziellem Werkzeug montieren. Dies wurde kostenlos gemacht! Konnte die Anlage
nun komplett montieren. Für die Verbindung vom Display zum Anschlusskasten für
die Motordaten
musste ich noch ein Verlängerungskabel bestellen.
Technisch ist folgendes montiert:
Aussentemperaturfühler
Motortemperaturfühler
Tourenzahlmesser
Wassertemperatur zeigt die Innentemperatur im Seitenwagen an
Januar 99:
Ich probiere die Routenplanung am Computer aus. Das Chipkartenlesegerät
funktioniert. Doch habe ich Pech mit der Programmierung von Routen. Bei der
Lieferung der Anlage war auch eine CD Scouty von München dabei. Ich habe vergeblich versucht,
mit diesem
Programm Routen auf den Editor von Pro Route zu nehmen. Die Routen welche im Internet gespeichert sind konnte ich ohne Probleme einlesen. Ich habe
diesen Umstand auch Ixis mitgeteilt. Sie haben auf das hin eine neue Version des Editor
geschickt. Leider
war dies wieder ohne Erfolg für mich. Auf das hin hat man mich auf die CD vertröstet, welche im Frühjahr heraus kommen wird.
April 99: Habe diese CD erhalten. Musste
für diese DM 75 hinblättern. Mit dieser CD hat das Editierprogramm funktioniert. Doch leider ist die Qualität dieser Karte
sehr schlecht. Es fehlen Strassen (z.B.: Oberägeri - Raten - Schindeleggi).
Juli 99: Habe dem Schweizer Vertreter mein
Problem mit dem Editor geschildert. Dieser hat mir wieder eine neue Software zukommen lassen, mit welcher es auch möglich
sein sollte, andere CD-Karten zu importieren. Leider habe ich dies bis heute nicht
geschafft.
Sommer 99:
Probleme mit dem Display: - Es hat mir
den Tageskilometerzähler dreimal unterwegs auf null gestellt, wieso
weis ich aber nicht.
- Habe seit Ferien Spanien einen Wackelkontakt in der Beleuchtung des
Display.
Oktober 99:
Die Firma Ixis hat sich bei mir gemeldet, bezüglich der obigen Probleme.
Ich soll doch den
Display einschicken, damit sie in prüfen
können. Wegen der
Programmierung wird sich ein Mitarbeiter von Ixis bei mir melden.
05.11.1999 Habe Bescheid bekommen, dass
im November ein Update der CD herauskommen soll, welche mir
dann kostenlos zugestellt wird.
Januar 00:
Habe die Sofware bekommen. Habe unterdessen auch die neue CD Autorouteexpress
von Microsoft gekauft. Doch lässt hier die Qualität zu wünschen übrig.
Generelles:
- mein Gerät ist bisher Wasserdicht (15'000 km, 2 Saisons)
- Einbau ist sehr einfach, wenn man schon Erfahrung hat.
- Die Bedienung des Displays ist einfach, bis auf das Editieren.
- Die Routenplanung hat mich bis heute nicht überzeugt
- Hingegen die Anzeige der Werte ist optimal, dadurch habe ich auch festgestellt
das meine Lademaschine defekt ist
Bezüglich dem Touratechgerät kann ich nur Gutes sagen. Ich habe eines von den
ersten Geräten an einer BMW R 80 GS montiert. IMO 100 R. Ich habe keine Probleme
mit diesem Gerät. Gekauft 1992 und 84'000 km schadlos überstanden. Das Gerät
ist sein Geld wert. Einziges Problem ist der Sensor der Oeltemperatur. Ich hatte
hier schon ca. 5 Sensoren gebraucht. Doch wird diese Problem vermutlich auch
bei IXIS auftreten.
Karl Hörsch, Zürich
Nun hat mal wider einer von den großen Spezialisten für Russengespanne
seinen Psalm abgelassen, den man immer, wo sich Biker oder Gespannfahrer treffen,
hören muss. Fragen wie: „wie oft bleibst du denn liegen auf 100 km?“ oder „
wo ist der Griff zum wegschmeißen?“ können mir eigentlich nur noch ein müdes
Gähnen ins Gesicht quälen. Andererseits der Griff am Boot wäre schon so stabil,
dass man daran die ganze Fuhre hochheben kann.
Traurig finde ich nun das von frustrierten Leuten, die sich mal für 1000,--
DM ein „Super fittes Fahrzeug“ haben andrehen lassen, Horrormärchen in die Welt
gesetzt werden bei denen natürlich auch gleich alles in einen Topf geschmissen
wird.
Mal ehrlich, wer ein angeblich neues Fahrzeug, das auf irgendwelchen dubiosen
Wegen nach Deutschland gelangt ist, für drei- bis viertausend Mark erwirbt,
muss doch selber dahinter kommen, dass da irgendetwas faul ist. Dazu kommen
noch die leider vielen Russengespanne, die zuschanden geschraubt wurden, weil
jeder meint Herr über diese simple Technik zu sein. Wenn man jedoch bei einem
engagierten Ural-Händler eine Neufahrzeug für DM 8.000,-- bis DM 10.000,--,
was für ein Motorradspann immer noch ein sensationell günstiger Preis ist, erwirbt
man ein solides Stück Technik auf dem Stand der 60er Jahre. Wenn der Händler
dafür Sorge trägt, dass das gute Stück ordentlich ausgeliefert wird und alles
richtig eingestellt wird, hat man ein absolut zuverlässiges und alltagstaugliches
Fahrzeug, dass leicht zu fahren ist, kleine Fehler nicht gleich krumm nimmt
und so eigentlich das ideale Einsteiger-Gespann ist.
Übrigens, wir haben zwei Ural-Gespanne in der Familie (mein Vater und ich) und
von uns ist noch keiner liegengeblieben.
Manfred Doberschütz, Lögow
|
|