Heft Nr. 61, Januar/Februar 2001 (Titelgeschichte, Textauszug) 

Preishammer

Auf Basis des Bobby-Beiwagens ließ Theo Däschlein das Beiwagenmodell „Roadster“ auflegen. Den geräumigen Einsitzer bekommt man bereits unter 6000 Mark. Wir haben das Angebot genau unter die Lupe genommen.   Der Topseller unter den preisgünstigen Einsitzern, der EZS-Compact, bekommt eine ernst zu nehmende Konkurrenz. Das Modell heißt Roadster und wird ausschließlich von Theo Däschlein für 5.950 Mark angeboten. Die Basis des Beiwagens bildet ein Bobby-Boot, das im Auftrag von Däschlein beim Produzenten Schöne Linie mit einem klappbaren Einstieg und einer Kofferraumklappe versehen wird.

Die Abmessungen des Bootes entsprechen dem Standard eines Einsitzers, obwohl die Sitzbreite mit 650 Millimetern auch korpulenteren Insassen ausreichend Fläche bietet. Die Fußraumlänge mit 1200 Millimetern ist für Erwachsene bis 1,75 Metern Körpergröße und Schuhgröße 44 ausreichend. Der genau in der Mitte des Fußraumes gelegene Mechanismus für den Gasdruckheber der Einstiegsklappe schränkt zwar die Bewegungsfreiheit der Füße etwas ein, in der Praxis stört man sich aber kaum daran. Nur beim Schließen der Klappe sollte man aufpassen, dass das Eisenscharnier nicht gerade auf das Scheinbein fällt.  Verschlossen wird die Klappe mittels Gummiknebel, eine einfache aber wirksame Lösung. An dem Prototypen stimmten die Spaltmaße zwischen Klappe und Boot nicht. Wasserdichtigkeit ist hier mit Sicherheit nicht gewährleistet. Hier muss der Hersteller auf alle Fälle noch mehr Sorgfalt walten lassen.

Durch die weit vorn öffnende Klappe ist der Einstieg einfach und problemlos. Etwas spartanisch fällt der Sitz aus, der durch die leichte Rundung der Sitzlehne einen guten Rückenhalt bietet. Die gerade Sitzfläche ist für Seitenhalt weniger prädestiniert und schmale Beifahrer sollten sich zwei Kissen in das Boot mitnehmen.

Praktisch ist der Kofferraumdeckel, dessen Fehlen bei der Normalausführung des Bobby schon oftmals bemängelt wurde. Das Fassungsvolumen von etwa 140 Litern sollte für einen Einsitzer ausreichen. Die große Klappe erleichtert das Einladen. Die runde Form, lässt allerdings das optimale Ausnutzen des Volumens nur bei wirklich überlegtem Packen zu. Das Schloss ist stabil und abschließbar.

Verschenkt wurde der Raum unter dem Sitz. Das ist uns völlig unverständlich. Hier wäre die Unterbringung von Werkzeug möglich, was bei Alleinfahrt gleichzeitig den Schwerpunkt günstig beeinflussen würde. Die Frontscheibe ist auch in einer höheren, aber aufpreispflichtigen Version lieferbar. Bei der gleichzeitigen Montage des hinteren Bügels ist dann auch ein Wetterverdeck möglich. Die vorhandene Abdeckplane gehört jedoch zum Serienumfang und wird als Staubschutzplane bezeichnet.

Das Fahrgestell hat eine gezogene Schwinge. Entgegen den Abbildungen wird der Beiwagen in der Serie auf einer Autofelge mit der Bereifung 145 x 13 stehen. Die Federung erfolgt ...

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Den ausführlichen Test mit allen Einzelheiten und Bildern finden Sie in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 61 ab Seite 24.


Technische Daten: Däschlein-Roadster XL

Rahmen: 
Vierkantrohrrahmen mit gezogener Schwinge 

Karosserie:
Länge: 1950 mm
Sitzbreite: 650 mm
Fußraumlänge: 1200 mm
Kofferraumvolumen: 140 l

Bereifung
145 x 13 auf Stahlfelge

Federbein
Hagon oder BMW

Federweg
ca. 60 mm

Scheibenbremse serienmäßig

Leergewicht: ca. 85 kk
Zul. Gesamtgewicht: 230 kg

Preis für obenbeschriebene Ausführung ohne Lackierung: 5.950 DM

Besonderheiten - Zubehör
Wetterverdeck mit Heckbügel auf Anfrage in verschiedenen Höhen lieferbar, Speichenrad gegen Aufpreis.

 

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