Leserbriefe
Heft Nr. 66, November/Dezember 2001


Für alle Ewigkeiten

Als begeisterter Gespannfahrer konnte ich in meinem Italienurlaub natürlich nicht daran vorbeigehen.
Diese Ausführung trotz regelrecht den Naturgewalten und dürfte wahrscheinlich etwas länger halten als mein Orginal.
Walter Bockelmann

== 1 Bild Granit-SW gemailt! ==


Sichtweise

Zum Leserbrief von Herrn Kunst in M-G Nr. 65. Wir haben im Juli eine ähnliche Tour von Köln aus gemacht und wie ganz selbstverständlich wurde das Gespann und die Solomotorräder zuerst verladen. Kein Pkw war dazwischen. Es hat uns auch nicht gestört. In Narbonne wurden wir von sehr freundlichen, deutsch sprechendem Personal abgefertigt. Dass wir unser Gespann selbst verzurren mussten, hat uns nicht gestört. Wir haben in Köln auch beim Verzurren geholfen. So kann man Schäden vermeiden und das Ladepersonal ist dankbar für Tipps und Hilfe. Und was die Beschwerden angeht: Die hatten wir auch. Sie betrafen den Service an Bord. Es gibt bei den Unterlagen ein Abfrageformular. Das habe ich ausgefüllt und meine Beschwerde noch einmal schriftlich beigelegt. Ich wurde sehr schnell danach aus Köln von einer Mitarbeiterin der DB angerufen und noch einmal ausführlich befragt. Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Wahrnehmungen sein können.

Liliane Siebert, Eschweiler


Reifenfrage

Meine Frau fährt eine BMW K100 mit Walter Stoye RS, Umbau 1992. Bereifung Motorrad 165/65 X 14 vorne und hinten, 155/70 X 13 SW. Gefahrene Bereifung Firestone Firehawk 700. Das Motorrad lässt sich mit diesen Reifen, bei einem Luftdruck von 2,5 bar vorne und hinten, sehr gut fahren. Nur im Winter beginnt das Gespann sehr schnell zu rutschen! Da die Reifen nun abgefahren waren, wollte ich auf Allwetter-Reifen umsteigen (Goodyear Allwetter). Das Fahren in Spurrillen ist, auch mit unterschiedlichen Luftdrücken, mehr als schlecht. Wer hat mit Winterreifen in dieser Größe gute Erfahrungen gemacht? Wichtig wäre das Fabrikat. Oder sollte man auf andere Hersteller umrüsten um im Winter einigermaßen und im Sommer problemlos zu fahren zu können?
Ich fahre nach 14 Jahren Boxer nun seit 3 Jahren eine BMW K 100 RT. Hat jemand eine Lösung um die hohen Temperaturen am Tank und an der Sitzbank bei der K100 RT  fern zu halten? Ich wäre für jeden Tipp dankbar.

Marita und Jürgen Klinger, Meldorf


Glück im Unglück

Am 21.07.01 - ein Sonnabend - erleuchtet auf der Heimreise aus Italien ca. 40 km vor Regensburg die rote Ladekontrolle an meiner BMW R 1100 RT mit EML CT 2001. Es war ca. 12.30 Uhr als ich das Zweiradhaus Stadler in Regensburg erreichte. Mir wurde mitgeteilt, dass keine BMW-Reparaturen mehr vorgenommen werden können und die neue BMW-Vertragswerkstatt PiA Motors dafür zuständig sei. Ich bat um telefonische Anmeldung von der Fa. Stadler an die Firma PiA. Mit letzter Kraft erreichte ich 12.50 Uhr die PiA - die bis 13.00 Uhr geöffnet hatte. Herr Markus Brielmaier, KfZ-Meister, erwartete uns bereits. Obwohl ja eine RT mit EML Hilfsrahmen und Verkleidung nicht gerade reparaturfreundlich ist, wurde kurzfristig die BMW "freigelegt" und mit der Fehlersuche begonnen. Die Lichtmaschine gab keinen Strom mehr. Der Lichtmaschinendeckel wurde mit viel Geschick entfernt und dabei fielen die Reste des Riementriebes heraus (Laufleistung 40.000 km). Schnell wurde ein neuer Riemen eingesetzt und um 14.15 Uhr saß ich wieder auf dem Gespann zur Weiterfahrt nach Zerbst. Nochmals vielen Dank für die freundliche, schnelle Hilfe und der Region Regensburg möchte ich zu einem so guten BMW-Motorradhändler gratulieren. PiA Motors (PEOPLE IN ACTIONS) ist eine neue moderne und angenehme Art Motorradfahrer zu erfreuen.

Franz Wallisch


Große Enttäuschung

Zum Artikel „100 Gespanne in MC Pomm“. Das Museum sollte uns während unseres Urlaubs einen Abstecher wert sein. Voller Erwartung kämpften wir uns durch Schlaglöcher, Umleitungen und Staubwolken. Endlich finden wir das alte Backsteinhaus mit Wiesenparkplatz. Riesige Schilder künden von 5 Mark Parkgebühr und 6 Mark Eintritt. Wir freuen uns immer noch.
Im Erdgeschoß finden wir  fünf Trabbis, einen Wartburg, ein unbekanntes SW-Boot. Das dazugehörige Ariel ist gerade zur Reparatur, sagte uns die freundliche ABM-Kraft. Dann steht da noch ein Velorex-Dreirad. Wo sind denn die 100 Gespanne?
Die sind oben im ersten Stock, erklärte uns die ABM-Kraft. Die Autos bekommen wir nicht hoch. Noch immer mit freudiger Erwartung steigen wir über die alte Holztreppe in den ersten Stock. Doch wir werden wieder nur enttäuscht. Wir sehen ein schönes Pannonia-Gespann, etwa 20 Solomotorräder aus DDR-Zeiten. Letztere gehören fast alle dem Eigentümer des Hauses und dieser bekomme sogar einen ABMler als Museumsführer. Wir sahen noch ein AWO-, ein EMW- und ein MZ-TS-Gespann. Fazit: Als Abstecher ist dieses Museum nicht zu empfehlen.

Helmut Walter, Harle


Hobby-Aufgabe

Wegen hoffentlich nur vorübergehender Hobby-Aufgabe  habe ich mein Abo gekündigt. Ich möchte dies zum Anlass nehmen, wenigstens kurz mal ein Statement  los zu werden. Ich weiß, dass der Markt und der Trend zu immer höherwertigen  Gespannen führt, Ihr aber trotzdem die Ural-/Dnepr- und Co-Fraktion nie außer  Acht gelassen habt. Als langjähriger und begeisterter Besitzer einer MZ 500  Saxon Fun mit Superelastikbeiwagen habe ich allerdings schmerzlich einen  Testbericht des Egli-Scorpion-Gespanns vermisst. Nicht nur weil ich darin einen  legitimen MZ-Voyager-Nachfolger sehe, sondern weil das Gespann auch neu  bezahlbar ist. Es soll eben auch unter den Gespannfahrern Leute geben, die  deswegen weder auf ihr Auto noch das Solo-Motorrad verzichten wollen oder  können. Was nützt mir der Umbau meiner XJ 600 S für 15 000 Mark, wenn ich damit  auch meine Solomaschine los bin? Nix für ungut. Und sobald ich wieder auf drei Rädern unterwegs bin, abonniere ich auch wieder Eure Zeitung. Das Euro-Gespanntreffen habe ich jedenfalls in diesem Jahr schon schmerzlich vermisst.

Jens Riedel, Heiligenstedten


Tolles EGT

Einen "Herzlichen Glückwunsch" an die Organisatoren dieser schönen, leider nassen Veranstaltung. Wir vom TÜV-Göttingen hatten alle Hände voll zu tun. Viele Gespannspezifische Fragen wurden gestellt und von uns beantwortet. Technische Abnahmen und Sondereintragungen wurden von uns angeboten und von den vielen Gespannfahrern angenommen - und das in einer recht lockeren Atmosphäre. Wir danken dem Veranstalter, im besonderen dem Werner Brückner und allen Gespanntreibern. Wem noch Technikfragen eingefallen sind: Wir haben immer ein offenes Ohr. TÜV Nord Strassenverkehr GMBH - Tel.0551/3855-164, Herrn Witter verlangen.

Ralf Fürchtenicht


Ural und Bremsen

Die Ural ist das Beste, was ich bisher gefahren habe. In der Presse wird immer wieder berichtet, die Bremsen seien ein Schwachpunkt.

Die Konstruktion der Ural ist etwa 60 Jahre alt. In den Handbüchern der 40er und 50er Jahre wird gebeten, das Fahrzeug vorausschauend zu fahren und weitgehend mit Motorbremse zu verlangsamen. Die eigentlichen Bremsen dienen nur zum Anhalten oder für Notfälle. Wer klassische oder neoklassische Gespanne liebt und ihre Philosophie versteht, wird überhaupt keine Probleme haben. In modernen Köpfen ist leider auf die Festplatte eingebrannt: High Speed, volle Pulle bremsen und im Nu von 100 auf 0. Das geht bei Ural nicht.

Mathias Becker, Brilon

Anm. d. Red.:  Sicher ist die Philosophie wichtig. Aber weiß das auch der Autofahrer, der dem Gespann die Vorfahrt nimmt?  High Speed und volle Pulle bremsen gibt es vielleicht bei moto aktiv auf dem Nürburgring, unter Gespannfahrern aber kaum auf öffentlichen Straßen. Das EGT war wieder einmal der Beweis.


Super Lenkerstulpen

Käufliche Lenkerstulpen haben den Nachteil, dass sie der Fahrtwind immer auf den Bremshebel drückt und somit die Bremse nicht einwandfrei löst. Dieses Problem habe ich nun gelöst, außerdem ist die Bewegungsfreiheit für die Hände größer.
Ich habe mir im letzten Winter aus den original Handschützern von BMW, zwei etwa 70 x 30 Zentimeter großen Moosgummiplatten mit 8 Millimetern Stärke, Kunstleder, Gummifaden und Gummiband die im Bild dargestellten Stulpen gebaut. Durch das starke Material behalten die Stulpen ihre Form. Da sie noch nicht so schön aussehen, wird eich sie mir noch mit Kunstleder überziehen. Sie sind somit noch winddichter. Beim erneuten Anbau muss ich lediglich 10 Zentimeter erneut vernähen im Bereich des Spiegels. Alle benötigten Teile haben etwa 100 Mark gekostet. 

Matthias Freitag, Frankfurt

== 2 Bilder ==

 

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