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zu finden. Die Standgestaltung ist ähnlich wie im Vorjahr. Und meistens stehen auch bis auf Lackunterschiede die gleichen Motorräder herum. Bei Kawasaki finden wir sogar die betagte GTR 1000, etwas verschämt versteckt im rückwärtigen Standareal. Bis auf die Italiener hat sich kaum ein Hersteller etwas Neues einfallen lassen. Bei vielen der kleinen Ausstellern liegt die Ausrichtung auf den Business-to-Business-Bereich. Möchten Sie 25.000 Kolbenringe aus Taiwan oder 5000 Stiefel aus Italien ordern? Dann sind Sie dort genau richtig. Die Stände der Bekleidungshersteller sind insgesamt kleiner. Beim Standpersonal herrscht eine eher gelangweilte Stimmung, auf kritische Fragen oder konstruktive Ergebnisse aus unseren Tests reagiert man unfreundlich. Im Pressezentrum werden wir wie Aussätzige behandelt. An manchen Ständen will man auf unsere detaillierten Fragen überhaupt nicht antworten und zieht sich geschickt mit dem Hinweis auf weitere Gespräche aus der Affäre. Wenig Besucher am Harley-Stand, der den Besucher in trauerschwarzer Farbgebung anlocken will. Am Triumph-Gespann bekomme ich auf meine technische Frage zwar keine Antwort, dafür aber das Versprechen, sich nach der Intermot sofort darum zu kümmern. Dass Versprechen wurde eingelöst. Das Highlight bei den Motorradherstellern ist der Moto-Guzzi-Stand. Es liegt Aufbruchstimmung in der Luft. Umlagert ist die Studie Grizo. Irgendwie fühlt man sich auf diesem Stand gut aufgehoben. Erst als man Moto Guzzi und die freundlich-italienische Atmosphäre wieder verlässt, empfängt einen die Kühle der Halle und Novemberlaune. Wirklich bahnbrechende Neuerungen für uns Gespannfahrer sind nicht zu finden, allenfalls interessante Details oder Zubehör. Gäbe es nicht die vielen kleinen internationalen Aussteller gegeben, so wäre der Eindruck einer großen regionalen Messe mit üppigem Probefahrtpaarcour nicht von der Hand zu weisen. Fazit: Die Intermot 2002 war eine Messe ohne Emotionen. Der Branche ist die absatzschwache Zeit nach Jahren der Rekordzulassungen wie ein Hexenschuss in die Glieder gefahren. Interessant in diesem Herbst ist das wohlwollende Auge des deutschen Moto-Guzzi-Importeurs, mit dem er das Engagement von Iwan-Bikes und einigen Guzzi-Händlern verfolgt. Moto-Guzzi-Gespanne sollen wieder einen festen Stellenwert in der Gespannszene bekommen (siehe auch unsere Titelgeschichte). Nach dem Yamaha mit der Bulldog gezeigt hatte, dass man den Gespannsektor zumindest nicht totschweigt sondern beobachtet, versucht man bei Guzzi nun an die glorreiche Zeit der 80er Jahre anknüpfen, die durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Helmut Walter gekennzeichnet war. Wir sind gespannt, ob sich alle Ideen und Pläne so umsetzen lassen, wie sie sich die Beteiligten vorstellen. Als bekennender Guzzist würde ich mich über einen Erfolg freuen, wobei ich innerlich überzeugt bin, dass Moto Guzzi generell auf dem richtigen Weg ist. Die Novemberlaune auf der Intermot kann mich nicht davon abhalten, dass ich schon an den Winter denke und mich auf schneebedeckte Straßen freue.
Leicht zu merken - die Telefonnummer der Redaktion: 0700 wählen und dann "sidecars" tippen. |
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