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EU-weit geregelt ist auch das Gewährleistungsrecht, die Garantie sowie das Produkthaftungsgesetz, das es uns Gespannfahrern leichter macht, eventuelle Ansprüche gegenüber dem Hersteller oder Händler innerhalb der EU umzusetzen. Das Ural-Auslieferungslager in Österreich mit Sitz in einem EU-Staat muss also die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren übernehmen. Anders als bei der Produkthaftung, bei der sich der Geschädigte auch an den Importeur wenden kann, ist die Situation bei den Garantieleistungen. Diese gelten nur zwischen dem Händler und dem Endverbraucher. Händler untereinander können eine andere Gewährleistungsdauer vereinbaren, also auch kürzer als die vom Gesetz vorgeschriebenen zwei Jahre. Wie uns Bernhard Peinter von Iwan Bikes mitteilte, sehen die neuen Ural-Händlerverträge (zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses) nur eine Gewährleistung von 6 Monaten oder 6000 Kilometer vor. Der Händler muss aber, wie schon oben angesprochen, gegenüber dem Endkunden für 24 Monate gerade stehen. Das heißt: Der Händler muss für die restlichen 18 Monate einen Gewährleistungsanspruch eines Ural-Fahrers aus eigener Tasche bezahlen. Da frage ich mich, wie viele Händler wohl bereit sind, ein solches Risiko auf sich zu nehmen? Hat es einen besonderen Grund, warum die Ural-Generaldirektoren, die Hauptanteilseigner der neuen Vertriebsgesellschaft sind, versuchen die Garantie auf die Händler abzuwälzen? Ich frage mich weiterhin, warum Harry Schwaighofer, der sich jahrelang um Russengespanne in Österreich kümmerte, als Vertriebsmanager der Auslieferungsgesellschaft dieses Spiel mitmacht? Antworten
werden wir hoffentlich bekommen. Das beste Beispiel der Vergangenheit, wie man eine Marke ruinieren kann, war Dnepr in Kiew. Man bezahlte 600 Dollar am Werkstor und hatte ein Gespann. Dem Hersteller war es völlig egal, um wie viel und wie man das Gespann weiter verkaufte. Das hatte zur Folge, dass unkontrolliert LKW-Ladungen von Gespannen zweifelhafter Herkunft und Qualität auf den Markt kamen und diesen wegen des immer schlechter werdenden Images zerstörten. Hoffen wir, dass sich nach Jahren seriöser Vertriebsabwicklung nicht wieder die Zeiten wiederholen, als Fgarantieleistungen so selten waren wie zuvverlässige Gespanne aus Kiew und Irbit. Man muss kein Hersteller sein um voraus zu sehen, dass wenn der Preis steigt und die Leistung stehen bleibt oder gar sinkt, die letzten echten Klassiker bald von der Straße verschwunden sein werden. Als Optimist hoffe ich jedoch auf ein Happy-End. Das Euro-Gespann-Treffen am letzten August-Wochenende rückt näher. Deswegen erscheint MOTORRAD-GESPANNE Nr. 76 bereits am 27. August. Denken Sie bitte in diesem Zusammenhang an den vorgezogenen Anzeigenschluss für Kleinanzeigen. Bis zum E-G-T oder irgendwo auf den Straßen dieser Welt
Leicht zu merken - die Telefonnummer der Redaktion: 0700 wählen und dann "sidecars" tippen. |
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