NACHRICHTEN - AKTUELLES - NEWS      
Juli/August 2003, Nr. 76


• Löw-VN-800
• Indian Style

Oldi-Postkarte

Kabine für TR 500
Anhänger D21
Rückwärtsgang
Gespannfahrer gesucht
1000-km-Fahrt
Euro 2 für Guzzi
Training Salzburgring
Däschlein Vario
Gespannfahrer gesucht
Neuer Klapphelm
• Gutachten-Datenbank
• Rechtstip
• Boxer Doppelzündung
• EMW-Umbau
• Ride to the work
• HD-Retro
• Hermann´s Monky
GL-High Fidelity
• GL-Power-Lima

Kurznachrichten

*** Kennen Sie die Hotline Ihres Handy-Providers, um die Karte sperren zu lassen, wenn im Urlaub Ihr Handy abhanden kommt oder gestohlen wird? *** In der Zeitschrift Öko-Test erschien in der Ausgabe 3/2003 ein Vergleich von Motorradversicherungen. Bei diesem Marktvergleich differierten die Prämien um bis zu 50 Prozent. Fazit: Vergleichen lohnt sich. *** Leichte Zeltklapp-Anhänger findet man unter www.comanche.biz *** Noch im Sommer diesen Jahres werden zwei neue Familienbeiwagen erwartet. *** Horst Ullrich ist wieder einmal auf Testfahrt. Er treibt Feng Bao über tunesische Pisten. ***  Kaum bei den Händlern, schon ein Gespann: Die brandneue Vespa GT 200 mit selbsttragender Blechkarosserie und Heigl Chip-Beiwagen. ***


Löw-VN-800

Die Kawasaki VN 800 wird wohl zum neuen Trendsetter bei den Mittelklasse-Gespannen. Neben Walter und Däschlein hat nun auch die Firma Löw ein Exemplar auf drei Räder gestellt. Eigener Hilfsrahmen, geändertes Ural-Boot und eine passende Lackierung komplettieren das Motorrad mit den fetten Indian-Kotflügeln. Weitere Informationen bei der Firma Löw unter Tel. 08533/819.


Indian Style

Mit dem Freeway Roadster hat Walter seit 1994 einen Seitenwagen im Programm, der schon längst an eine Indian hätte geschraubt werden müssen. Doch bislang fanden die Motorräder der Unternehmen, welche das Erbe des ehrwürdigen amerikanischen Marke für sich beanspruchen, bislang kaum den Weg auf deutsche Straßen. So ist es nun der gewiss besten Kopie des klassischen V-Twin, nämlich der Kawasaki VN 800 Drifter, vergönnt, Walters Retro-Boot stilvoll zu begleiten. Um das gelungene Erscheinungsbild des Cruisers nicht zu beeinträchtigen, belässt der Hesse Telegabel und Räder. Schwingengabel sowie 15-Zoll-Bereifung sind jedoch alternativ möglich, das zu weich ansprechende Heckfederbein kann gegen ein speziell abgestimmtes Dämpferelement getauscht werden. Serienmäßig verfügt der Freeway Roadster über eine 220er Scheibenbremse, deren hydraulisch betätigter Sattel über einen Mitnehmerhebel am Pedal gemeinsam mit der Hinterradbremse angesteuert wird. Nicht beirren lassen sollte man sich vom Hubraummanko der VN 800 gegenüber ihrer großen Schwester. Die kleine Drifter passt nicht nur von den Proportionen her besser zum Freeway King, sondern sie läuft auch geschmeidiger und kultivierter. Das geringe Leistungsmanko ist gegenüber der 1500er allemal zu verschmerzen. Schließlich handelt es sich bei den VN-Twins um Cruiser, nicht um Racer. Weitere Informationen bei der Firma Walter unter Tel. 05683/7271.
E.R.


Oldie-Postkarte

Unser Leser Martin Kinnebrock bereicherte unser Archiv mit dieser Gespannpostkarte aus den Vereinigten Staaten. Das Motiv „on the road“ wurde 1947 von dem Photographen Allan Grant aufgenommen.


Kabine für TR 500

Wenn der Regen vom Himmel prasselt, wird es auch so manchem hartgesottenen Veteranenfreund im Beiwagen ungemütlich. Wer einen Steib TR 500 oder einen der diversen Eins-zu-eins Nachbauten besitzt, ist nun fein `raus. Denn Däschlein (Tel. 09822/7556, auto-daeschlein@t-online.de) bietet neuerdings einen Kabinenaufbau für das Klassik-Boot an. Die schützende Zelle besteht aus einem Polyesteraufbau mit Frontscheibe und einem abknüpfbaren Stoffdach, zum Ein- und Aussteigen lässt sie sich nach hinten wegklappen. Als Bausatz soll der leicht montierbare Komplettschutz 550 Euro kosten.
A.K.


Anhänger D 21

Die britischen Squire-Anhänger haben in der Szene schon lange einen festen Freundeskreis gefunden. Nachdem Squire in den letzten Jahren eher ruhig den Markt beobachtete, weht nun durch eine Neuordnung der Importeursverhältnisse ein frischer Wind. Die Uhinger Firma Mobec kümmert sich nun um die britischen Nachläufer. Das Modell D 21 hat ein Ladevolumen von 600 Litern. Das Chassis hat eine Einzelradaufhängung und die Reifengröße 135/80 x 12. Der Innenraum ist sauber mit Teppichboden ausgelegt. Die gesamte Verarbeitungsqualität ist überzeugend. Bei einem Leergewicht von 67  Kilogramm klassen sich bis zum zulässigen Gesamtgewicht von 225 Kilogramm immerhin noch 158 Kilogramm mitnehmen. Einziger Wehmutstropfen: Der Nachläufer hat den stolzen Preis von 3.270 Euro. Weitere Informationen bei der Firma Mobec.


Rückwärtsgang

Einen mechanischen Rückwärtsgang für Harley-Davidson Big Twins hat die amerikanische Firma California Sidecars entwickelt. Bei Hery´s Garage in Eichendorf konnten wir das Anbauteil zum ersten Mal begutachten. Die Montage ist problemlos und der Rückwärtsgang funktioniert tatsächlich. Nachteil: Es gibt keine mechanische oder elektronische Sperre, die verhindern würde, die Rückwärtsumlenkung auch in anderen Gangstufen als dem ersten Gang einzulegen. Weitere Informationen bei Hery´s Garage unter Tel. 09952/2175.

In der nächsten Ausgabe veröffentlichen wir einen detaillierten Beitrag über den Eigenbau eines Rückwärtsganggetriebes. In diesem Zusammenhang möchten wir auch andere Lösungen oder auch nur Ideen vorstellen. Wir freuen uns über Ihre Zuschriften.


Gespannfahrer gesucht

Für das Internationale Sportfest für Rollstuhlfahrer von 31.7. bis 4.8.03 sucht der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. immer noch einen Gespann-Club oder viele Einzelfahrer, der im Rahmen der Eröffnungsfeier am 31.07.03 in Krautheim an der Jagst mit körperbehinderten Menschen einen Korso fahren. Weitere Infos bei Peter Reichert, Tel. 06294/4281-25.


1000 Kilometer

Zum 31. Mal veranstaltet der Motorsportclub Freital der Trophy 1000 Kilometer durch Deutschland. Die Teilnahme ist für alle zugelassenen Serienmaschinen möglich. Das Abenteuer liegt bei der Distanz! 1000 Kilometer werden von den Teilnehmern durch Deutschland in nur 24 Stunden gefahren. Eine Zwangspause garantiert die Fitness der Teilnehmer. Ungefähr 10 Kontrollstellen gibt es auf der ganzen Tour! An diesen Kontrollenstellen finden Wertungsprüfungen statt, die von jedem Motorradfahren zu erfahren, lösen oder zu beantworten sind! Nicht der erste im Ziel ist der Sieger, sondern der mit den wenigsten Fehlern, der kürzesten Zeit bei den motorsportlichen Prüfungen und der die Zeit von 24 Stunden nicht überschreitet. Zwischen den Kontrollstellen sucht jeder selbst den Weg! Kontakt: MC Freital Telefon 0351/642838, e-mail: FkPreusche@aol.com, www.zweirad-rallye.de


Klapphelm

Klapphelme werden immer beliebter. Einer der erfolgreichsten Klapphelme ist der Nolan N 100 E mit einhändiger Frontbedienung. Der Helm hat einen praktischen Moicrollock-Rastverschluss, der sich automatisch auf die passende Länge einstellt. Er ist zudem mit einer Innenausstattung ausgerüstet, die mit wenigen Handgriffen zum Waschen herausgenommen werden kann. Ab 265 Euro ist der Nolan N 100 E im einschlägigen Fachhandel lieferbar.  Weitere Infos unter www.nolangroup.de


Gutachten-Datenbank

Seit einigen Monaten geistert uns eine Idee durch die Köpfe die wir hier kurz Vorstellen möchten.
Es ist kein Geheimnis, dass die Zulassungsstellen TÜV und Dekra sich bei Eintragungen generell schwertun. Die Gründe sind vielfältig. Erfahrungsgemäß zeigt sich aber der AaS (Amtlich anerkannte Sachverständige) zugänglicher wenn man mit einem Fzg-Schein, -Brief oder noch besser mit einem Teilegutachten daherkommt, auf dem zu sehen ist, dass die gewünschte Eintragung an anderer Stelle schon erfolgt ist.
MOTORRAD-GESPANNE wird eine solche Datenbank aufbauen. Bei Recherche im Internet sind wir auch auf die Seite von Carsten Bremmer gestoßen (http://people.freenet.de/carstenbremmer/Teilegutachten.htm ) der ähnliches -allerdings nur für Moto Guzzi bereits installiert hat.
Für diese Datenbank benötigen wir natürlich Eure Hilfe. Also sendet uns Eure Kopien mit den zusätzlichen Eintragungen zu.
Ziel der Aktion soll natürlich sein, dem AaS aufzuzeigen "Alles schon mal dagewesen, geprüft und für in Ordnung befunden". Ob das immer funktioniert wissen ich nicht, doch einen Versuch ist es allemal wert.


Rechtstip

Wie geht es weiter nach dem Einspruch?

Die Bußgeldbehörde prüft nochmals die Rechtmäßigkeit des Bußgeldbescheides.
Ist der Einspruch rechtzeitig erfolgt, prüft zunächst die Bußgeldbehörde, ob er aufrechterhalten oder zurückgenommen wird. Bei schlechter Beweislage auf seitens der Bußgeldbehörde wird das Verfahren in der Regel nun eingestellt.
Die Kosten für einen von Ihnen eingesetzten Anwalt tragen aber Sie bzw. die Rechtsschutzversicherung.
Hebt die Bußgeldbehörde den Bescheid nicht auf, was häufig der Fall ist, werden die Akten der Staatsanwaltschaft übersandt.  Hier wird nocheinmal geprüft, ob der Sachverhalt genügend aufgeklärt ist. Anschließend wird die Akte dem zusändigen Amtsgericht vorgelegt. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem „Tatort“.
Wenn Sie kein Gerichtsverfahren wollen:
Sie können zu diesem Zeitpunkt – wie auch noch im Verlauf des späteren Verfahrens – den Einspruch zurückziehen. Das geht auch in den meisten Fällen per Telefon oder Fax. Fragen Sie zur Sicherheit aber nach!. Die bis dahin entstandenen Kosten müssen Sie allerdings tragen.

Bisher erschienene Rechtstips
Heft 55, Abschleppen bzw. abgeschleppt werden
Heft 56, Antiblitz-Reflexfolien
Heft 58, Stehen bleiben wegen Benzinmangel auf der Autobahn
Heft 61, Fahren auf der Standspur
Heft 63, Profiltiefe
Heft 64, Schwarzfahrt
Heft 68, Sicherheitsabstand/Seitenabstand
Heft 70, Verhalten im Ampelbereich
Heft 71, Wann kommt es zum Bußgeldverfahren
Heft 73, Der Anhörungsborgen
Heft 74, Der Bußgeldbescheid
Heft 75, Was ist, wenn man mit dem Bußgeldbescheid nicht einverstanden ist?

Mit freundlicher Genehmigung der Akademischen Arbeitsgemeinschaft aus dem Buch „Ihr Recht im Straßenverkehr“


Besser boxen

Warum eine Doppelzündung vom Zubehörmarkt, wenn BMW diese für seine aktuellen Boxer nun direkt liefert? Ganz einfach – weil die werksseitige Zündtechnik nur mit kaum vertretbarem Aufwand nachrüstbar wäre. Mit dem WüDo-Kit können dagegen alle bisherigen R-Vierventiler auf den neuesten Stand gebracht werden.
Schon bei den Zweiventil-Boxern galt die Doppelzündung als probates Rezept, um Leistungsentfaltung, Rundlauf und Verbrauch spürbar zu optimieren. Besonders Sinn machte eine Umrüstung bei den serienmäßigen Einlitermotoren und im Zusammenhang mit Hubraumtuning. Was auch nicht verwundert, denn je größer die Verbrennungsräume der einzelnen Zylinder werden, desto schwieriger gestaltet sich die schnelle gleichmäßige Entzündung des Kraftstoff-Luft-Gemisches. Dass zwei Zündkerzen in solchen Fällen den Verbrennungsprozess erheblich optimieren können, dürfte auch für technische Laien einleuchtend sein.
Gerade im Gespannbetrieb macht die Doppelzündung Sinn, weil die Motoren durch das zusätzliche Gewicht einer höheren spezifischen Belastung unterliegen. Der Motor spricht aus niedrigen Drehzahlen spürbar besser an und kann seine Kraft harmonischer entfalten. Wie der Trick mit der zusätzlichen Zündkerze die Verbrennungsabläufe in den Zylinderkammern der Vierventilboxer optimiert, zeigt sich bei den großen Boxern schon am Verschwinden des vorher nervigen Konstantfahrruckelns mit Einbau eines zweiten Kerzenpaares.
Neben dem insgesamt gleichmäßigeren Motorlauf bringt die Doppelzündung weitere Vorteile. So sinkt der Kraftstoffverbrauch durch die effektivere Verbrennung geringfügig. Darüber hinaus wird der Katalysator durch den geringeren Anteil an unverbranntem Sprit entlastet. Und was gerade beim Gespannumbau noch viel bedeutender ist: Insgesamt verringert sich der Schadstoffausstoß. Dadurch dürften die geltenden Abgasgrenzwerte auch bei einer um deutlich mehr als acht Prozent gekürzten Übersetzung problemlos unterboten werden können. Eine Leistungssteigerung darf man nicht erwarten.
Wüstenhöfer entwickelte seinen Doppelzündungskit gemeinsam mit dem Zündtechnik-Experten Rudolf Kallenbach (Q-Tech). Anders als bei den neuen, bereits werksseitig mit dieser Technik ausgerüsteten Boxern, ist die zusätzliche Kerze beim WüDo-Arrangement auf der Oberseite der Zylinderköpfe untergebracht. Unten war der Platz wegen des Steuerkettenschachtes zu knapp. Für die aktuellen Boxer gestaltete BMW die Gehäuse eigens zu diesem Zweck um. Logischerweise muss auch die Zündelektrik und -elektronik angepasst werden. Zum Umbausatz gehören deshalb neben einer zweiten Zündspule, Kabel, Stecker und vier NGK-Platinkerzen eine Q-Tech-Endstufe zur Versorgung der Zündspulen.
Lieferbar ist die Doppelzündung samt der notwendigen Gutachten für alle Vierventilboxer ab 1100 Kubik, also auch für die R 1200 C. Für die 850er gibt es keine Möglichkeit zur Umrüstung. Nach unseren Erfahrungen mit der „kleineren“ R scheint diese weitgehend überflüssig, da deren Motor ohnehin deutlich geschmeidiger läuft. Komplett inklusive Bohren der Kerzenlöcher und neuem Dichtungssatz kostet der Kit zirka 650 Euro, der Einbau schlägt zusätzlich mit 284 Euro zu Buche.
Kontakt: WüDo, 02301/9188-0, Fax 9188-29, www.wuedo.de.


Rohr und Kübel

Wenn schon eine exklusive Zugmaschine, dann darf der Seitenwagen kein Allerweltsmodell sein. So jedenfalls dachte sich Haiko Schnabel und baute das Boot für seine gechopperte EMW R 35/3 in Eigenregie. Das Chassis stammt von Stoye, gleich zwei Federelemente stützen die geschobene Kurzschwinge mit dem 19-Zoll-Rad. Für die Karosserie nahm der im nordhessischen Möhnesee ansässige Tüftler ein Stück Abwasserrohr mit 1,6 mm Wandstärke sowie einen im Durchmesser entsprechend großen Plastik-Blumenkübel aus dem Baumarkt. Beide Komponenten wurden verklebt und einlaminiert, den Heckabschluss bildet der entsprechend bearbeitete Untersetzer des Kübels. Komplettiert ist die federnd gelagerte Gondel mit einem selbstgebauten Sitz, einem aus Edelstahl gebogener Haltegriff sowie Teppichauskleidung.

Einige Arbeit steckt auch in der EMW. Zunächst einmal zerlegte Schnabel die Kardanmaschine komplett, die Rahmenteile wurden neu lackiert und kunststoffbeschichtet. Bereits vom Vorbesitzer war der Lenkkopf in flacherem Winkel umgeschweißt worden. Dadurch steht die von einer Harley-Davidson stammende Showa-Gabel extrem flach, was zusammen mit Apehanger-Lenker, Harley-Sattel, Trittbrettern und knackig kurzen Schutzblechen die Chopper-Optik dieses Gespannes unterstreicht. Noch deutlich älter als die 1953 gebaute EMW sind die Messing-Handhebel: ursprünglich gehörten sie zu einer Peugeot von 1912. Dagegen wurde die Viergang-Handschaltung von der Basismaschine übernommen. Anders als das Original läuft das Choppergespann auf trommelgebremsten Rädern mit VA-Speichen, Alufelgen sowie den Reifengrößen 80/80 x 21 vorne und 120/90 x 17 hinten. Das Hinterrad ist starr geführt. Im Zuge der Motorrevision rüstete Schnabel den Einzylinder-Viertakter auf Bleifrei-Betrieb um und verpasste ihm einen elektronischen Regler. Über eine Eins-in-Zwei-Auspuffanlage werden die Abgase ins Freie geleitet. Runde zwei Monate brauchte Schnabel, bis das Gefährt nach seinen Vorstellungen auf drei Rädern stand. Doch weil es ihm mehr um das Bauen als um das Fahren ging, choppert mittlerweile ein anderer Gespannfan mit der einmaligen EMW durch die Lande.
A.K.


Ride to work

Alles, was zwei und drei Räder und einen Motor hat, soll am 16. Juli auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Das wünscht sich der IVM und ruft auf zum 1. deutschen „Ride to Work Day“. Mit dieser Aktion soll allen Nicht-Zweiradfahrern gezeigt werden, dass Motorräder mehr sind als reines Hobby. Weitere Infos und ein Gewinnspiel unter www.ridetoworkday.de


Voll nostalgisch

Veteranengespanne mögen ihre Reize haben. Doch wer lieber viel fährt als schraubt, liegt mit einem echten Klassiker kaum richtig. Um die Retro-Fans in den Genuss problemloser Technik kommen zu lassen, stellte die Bielefelder Harley-Davidson-Vertretung nun eine Softail Springer im Stil der 30er Jahre auf drei 16-zöllige Räder. Auf der Suche nach einem passenden Beiwagen wurde Projektleiter Dirk Ewert bei Walter fündig, das Chassis mit Zugschwinge stellt Motek, sein Federbein arbeitet sonst im Heck der Sportster. Da der Hesse das Blechboot nicht mehr im Programm führt, will Ewert es in Eigenregie produzieren. Der Lenker wurde von V-Team speziell für dieses Gespann angefertigt, Beiwagenkotflügel und –leuchten kreierte HD-Bielefeld. Ansonsten stammen alle Teile aus dem Harley-Fundus, zur Lackierung wurden RAL-Farbtöne verwendet. Wer sich für das künstlich gealterte Gespann mit dem jungen V-Twin-Herzen interessiert, erhält weitere Infos bei HD-Bielefeld, Tel 0521/34051, www.hd-bielefeld.de.
A.K.


Hermann`s Monkey

Kult sind sie schon lange, die Monkeys von Honda. Hinter dem Modellkürzel Z 50 verbirgt sich eine rührige Szene, deren Spektrum von original restaurierten Monkey-Veteranen über optisch veredelte Umbauten bis hin zu Offoadrennern geht. Nun vergrößert Hermann`s (Tel 09151/95923, Fax 95853) die Affenbande mit einem Gespannumbau. Der Franke stellt den mit drei Streben angeschlossenen Enduro-Beiwagen in Eigenregie her, für den Umbau muss man etwa 1000 Euro kalkulieren. Auch andere Mini-Bikes bekommen in Reichenschwand ein Stützrad verpasst.
A.K.


High Fidelity für GL-Gespanne

Für Gespanne auf Basis der Honda GL 1500/6 bietet der schweizerische EML-Importeur Urech (Tel +41 62 7716260) nun eine Stereo-Anlage an, die ein wesentlich intensiveres Klangerlebnis bietet als die standardmäßige Beschallung der Gold Wing. Dazu werden deren Lautsprecher durch solche mit je 80 Watt ersetzt, der Verstärker ist entsprechend leistungsstark ausgelegt. Das Steuerteil für den CD-Spieler integriert Urech in die Lüftungsschlitze der GL-Verkleidung. Der CD-Wechsler wird im Topcase untergebracht, wahlweise bietet Urech Pioneer-Geräte für sechs oder zwölf Silberlinge an. Inklusive Einbau, Verkabelung und Fernbedienung für den Beifahrer kostet die Anlage ab 2500 sfr.
A.K.


Es werde Licht

Besitzer eines GL 1500-Gespannes kennen das Problem: Per se frisst die Lichtanlage des Beiwagens zusätzlich Strom, dazu kommen häufig noch weitere Verbraucher wie Innenbeleuchtung, Heizdecken oder ähnlicher Komfort. Schnell gelangt die 550 Watt liefernde Lichtmaschine der 1500er dann an ihre Grenzen. Abhilfe schafft hier der aus den USA stammende Compu-Fire-Alternator, der mit 1325 Watt mehr als das Doppelte der serienmäßigen LiMa leistet. Bereits bei leicht erhöhter Leerlaufdrehzahl soll der Generator Strom liefern. Inklusive Gel-Batterie kostet die Lichtmaschine zirka 650 Euro zuzüglich Einbau. Erhältlich ist sie bei den meisten Gold-Wing-Spezialisten, zum Beispiel Dobben & Steinbuß (05923 1518) oder Urech (+41 62 7716260).
A.K.

 

  Weitere Rubriken in diesem Heft: Inhaltsverzeichnis, Titelgeschichte, Editorial, Leserbriefe

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