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Leserbriefe
Heft Nr. 78, November/Dezember 2003
Ich habe meinen
Schuberth Concept zur Fa. Schuberth geschickt, um das Visier, das Sonnenvisier,
die komplette Visiermechanik und Teile vom Innenpolster erneuern zu lassen.
Der Helm ist etwa 3,5 Jahre alt und da ich sehr zufrieden damit bin, wollte
ich diesen weiter benutzen. Nach weniger als einer Woche (incl. Postweg) war
der Helm wieder zurück. Ersetzt wurden: Komplettes Kinnteil, Kopfbelüftung,
Inlett, Wangenpolster, Nackenpolster, die komplette Visiermechanik, das Sonnenvisier,
das Visier und der Helm wurde neu eingestellt. Und das alles auf Kulanz für
0 Euro! Es ist nicht das erste Mal, dass ich so gut von Schuberth-Helme betreut
wurde. Deshalb finde ich, dass es Zeit ist, einmal öffentlich Danke für diesen
Service zu sagen, den man so leider nicht oft findet, egal ob bei Helm- oder
anderen Herstellern.
Olaf
Simon, Ittlingen
Mit eurer Antwort auf die Anfrage von Ingrid Hottmeyer bin ich nicht einverstanden.
Sicher
habt ihr Recht, dass man mit 15-Zöllern nicht solo fahren kann. Aber deshalb
den "ww"- Eintrag zu verweigern, ist nicht nachvollziehbar, so lange
für den Solobetrieb die Originalräder verwendet werden, was man im allgemeinen
sowieso voraussetzt. Es kommt letztendlich darauf an, wie der Eintrag formuliert
ist. Man lässt im Brief alles unverändert und lässt sich unter Ziffer 33 in
etwa folgendes eintragen:
"Ziff.1: ww. m. BW gez.(Hersteller,Typ, Ser.Nr), dann gilt: Ziff.6: ?,
Ziff.12: ?; dabei Ziff. 15 und 16 beachten; Ziff.14:?, Ziff.15:?, Ziff.20
u. 21: 125 R 15 auf ?-Rad gez.???" So geschehen in den Jahren 1979 (Guzzi),
1997 (MZ) und 2003 (neuer BW Guzzi).
Mit diesen Formulierungen wird eindeutig klar, dass das Gespann solo nur auf
18-Zöllern und als Gespann nur auf 15-Zöllern laufen darf. Voraussetzung ist
bekanntermaßen die Beibehaltung der Telegabel. Vielleicht hat der "aaSoP"
auch einfach kein Bock auf Schreibkram gehabt.
Rolf
Inauen
Jetzt muss ich
auch mal meine eigenen Überlegungen und Erfahrungen zum Dauerthema "billige
Gespanne" dazugeben. Ich hab nach langer Überlegung (unter Zuhilfenahme
der Zeitschrift MOTORRAD-GESPANNER) an meine alte 550er GPZ-Kawa einen Heigl-Seitenwagen
dranbauen lassen und dafür letztlich knapp 7000 Euro gezahlt. Ist das ein
billiges Gespann? Was wären die Alternativen gewesen? Ein gebrauchtes MZ-
oder sonstiges kleines Gespann geht natürlich für wesentlich weniger Geld
her; andererseits, wie lange fährt man so was? Für die ersten "Schritte"
beim Gespannfahren mag`s ganz nützlich sein, aber richtig anfangen kann man
damit eigentlich nichts und nach einiger Zeit wird sich die Frage nach einem
größeren, richtigen Gespann stellen und alles geht wieder von vorne los. Wenn
man sich gleich was "ordentliches" vom Gespannbauer neu kauft, dann
ist man sofort im fünfstelligen Bereich. Für 7000 Euro kann man sich schon
ein recht ordentliches gebrauchtes "großes" Gespann kaufen. Dann
steht aber die alte Zugmaschine, die gut geht, für die ich aber fast nichts
mehr kriege, wieder herum. Mein Gespann war letztlich deutlich teuerer, als
ich ursprünglich dafür veranschlagt hatte. Andererseits habe ich damit ein
ausgewachsenes Fahrzeug nach meinen eigenen Vorstellungen mit guten Fahreigenschaften
und mit einer Zugmaschine, die ich kenne. Ich muss mich nicht auf der Autobahn
nicht mit Wohnmobilen duellieren. Nachträglich bin ich mit meiner Entscheidung
- auch vom Preis-Leistungs-Verhältnis her - zufrieden.
Stefan
Ullrich, München
== Abb. im Heft ==
Über das Ziel hinaus
Das
Gespann habe ich vor zwei Jahren für ein paar Hunderter gekauft. Es hatte
die Zustandsnote 4. Ich wollte es eigentlich nur fahrbereit herrichten und
bin aber wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen. Die Daten: ETZ-250-Gespann,
Baujahr 1985, Vorderradschwinge von MZ-B, Lenkungsdämpfer, 4-Punktanschluss,
alle Räder mit 16“-Stahlfelge, Sicherheitsgurt im Beiwagen.
André
Etzold, Berlin
Anm. d. Red.: Jetzt hätte uns natürlich noch interessiert, wie viel Sie letztlich in die Restaurierung gesteckt haben? Auf alle Fälle ist der Schuss über das Ziel hinaus ein Schmuckstück.
== Abb. im Heft ==
Bezugnehmend
auf den Artikel 100 Jahre Beiwagen sende ich Ihnen ein Bild meiner NSU 501
T, Baujahr 1928 mit Kali-Beiwagen.
Gilbert
Hilmar , Wetzlar
Anm. d. Red.: Nächstes Jahr findet das Euro-Gespanntreffen wieder in Reddighausen statt. Wir hoffen, Sie wieder einmal als Besucher begrüßen zu können.
== Abb. im Heft ==
Warndreieck ist in Österreich Pflicht!
Durch
einen Bekannten habe ich erfahren, dass in Österreich mehrspurige Kraftfahrzeuge
ein Warndreieck mit sich führen müssen. Da ich ein Gespann zu den mehrspurigen
Fahrzeugen zähle, frage ich nun, ob und ab wann dies in Österreich gültig
ist? Kann hier ein Schutzhülle mit aufgenähten Reflektoren für Integralhelme
verwendet werde, wie sie im Zubehörhandel bei Louis vertrieben wird, oder
ist die Größe vorgeschrieben (wie PKW), oder sollte Österreich mal wieder
Großräumig umfahren werden?
Claus
Greiner
Anm. d. Red.: Motorräder mit Beiwagen sind mehrspurige Kraftfahrzeuge. Gespannfahrer haben deswegen die Verpflichtung zur Mitführung eines Pannendreieckes mit Genehmigungszeichen. Inwieweit eine Schützhülle ein Genehmigungszeichen hat, müsste einmal überprüft werden. Denken Sie auch an den Verbandskasten. Der Fahrer hat auf Fahrten Verbandzeug, das zur Wundversorgung geeignet und in einem widerstandsfähigen Behälter staubdicht verpackt, sowie gegen Verschmutzung geschützt ist, mitzuführen. (Erste-Hilfe-Ausrüstung, Önorm 5100). Diese Bestimmung bezieht sich auf alle in- und ausländischen Motorrad- und Gespannfahrer innerhalb Österreichs.
Abzocke in England
Ich
fuhr mit meinem Gespann durch die Midlands, als der Motor seinen Geist aufgab.
Da ich mit Bordmitteln nicht weiter kam, suchte ich die nächste Kneipe(ca.
1/4 Meile), damit mir der Wirt vielleicht weiter helfen konnte. Er war auch
sehr freundlich und hilfsbereit und rief den AA, einen Automobilclub, an.
Die sagten mir, dass sie, wenn ich kein Mitglied sei, nur zu mir kommen, wenn
ich meine Kreditkartendaten telefonisch mitteile, damit sie mir 85 Pfund abbuchen
können. Anschließend kam ein Monteur, suchte und fand eine defekte Batterie,
bot mir eine Ersatzbatterie an (75 Pfund) und baute sie dann ein. Danach gab
er mir einige Zettel zum Unterschreiben und fuhr, nachdem er sich überzeugt
hatte, dass nun alles in Ordnung war, von dannen. Abends bei meinen englischen
Freunden angekommen, merkte ich mit deren Hilfe, dass ein Zettel eine Erklärung
zur Mitgliedschaft war. Die Freunde boten mir an, beim AA anzurufen und das
Missverständnis zu klären. Die ließen sich jedoch auf gar nichts ein, weil
es, wie sie sagten, deren Prinzip sei, nur Mitgliedern zu helfen. So wird
jetzt noch zusätzlich ein Jahresbeitrag (44 Pfund) auf mich zukommen.
Ich weiß auf alle Fälle, dass ich mir, falls ich das Pech noch Mal habe, lieber
eine Werkstatt suche. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Preisedort so
horrend sind. Der ganze Spaß hat dann ja immerhin fast 300 Euro gekostet.
Daniel
Hewer
Ich
will hier einmal darstellen, was uns während des E-G-T bei der Beherbergung
in der Pension Hanneli passiert ist. Wir wurden nach meiner Meinung sehr schlecht
und unfreundlich behandelt. Wir hatten Halbpension gebucht. Das Essen war
zusammengepantscht und billig. Die Bedienung war schlecht und primitiv. Die
Rechnung stimmte nicht mit unserer Buchungsbestätigung überein. Wir mussten
mehr bezahlen.
Wenn die Wirte aus St. Andreasberg unsere Übernachtung nicht wollen, müssen
sie es sagen.
Heinz
Rögener, Oldenburg
Anm. d. Red.: Eine Kopie der Buchungsbestätigung und der Rechnung liegt uns vor. Auf telefonische Anfrage teilte uns das Haus Hanneli mit, dass es sich um einen bedauerlichen Irttum handle.
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