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Ausgabe Nr. 94
Juli/August 2006

Leitartikel

Neuheiten

Inhaltsverzeichnis

Titelbild

  

Leitartikel                                                                                   Juli/August 2006

Martin FranitzaHeute ist morgen

Ist man Gespannpurist und hängt gerne der Tradition nach, hat man es immer schwer mit neuen Bootsformen und Techniken. Andere wiederum lechzen nach neuen dreirädrigen Design-Kreationen.

Immer schon gab es Formen und Konstruktionen, die unsere Meinungen polarisierten. In den 50er Jahren waren es die ersten Kunststoffbeiwagen, 20 Jahre später das raumschiffartige Hess- Boot. In den 90ern war es das Zeus-Gespann, und vor wenigen Monaten stellte die Firma Ruko mit dem Vektor-Konzept ein Gespann vor, das den Dreiradhorizont wieder ein Stück erweiterte.

Neue Gespanninterpretationen werden sicher auch jetzt, gerade in diesem Moment, ausgedacht. Das Beste daran ist: Wir haben die Wahl!

Ein zuverlässiger, wartungsarmer Motor mit viel Power war schon immer eine Forderung von uns Gespannfahrern. Side- Bike verwendet für das Zeus-Gespann als Antrieb einen Auto-Motor mit gewaltigem Drehmoment. Die Abkehr vom Solomotorrad als Basis eröffnet neue Konstruktions- und Produktionsmöglichkeiten. Hinzu kommt, dass die Preise der Solomotorräder kräftig steigen. Warum also bis zwanzigtausend Euro für ein Solomotorrad hinblättern?

Rechnet man den maschinenseitigen Umbau dazu, sind noch einige Tausender fällig. Eine Zugmaschine, zusammengebaut aus vergleichsweise spottbilligen Großserienteilen aus dem Automobilbau, lässt sich leicht für das gleiche Geld zusammenbauen. Hier öffnet sich eine neue Gespannwelt. Die Abkehr vom Motorrad als Zugmaschine und die Hinwendung zu Fahrwerkskomponenten und Motoren aus dem Automobilbau stellen neue Herausforderungen an das Gespanndesign.

Entscheidend für die Definition eines Gespannes ist letztlich die asymmetrische Anordnung der Räder. Der Rest bleibt Geschmacksache. Natürlich muss man auch über das Wort „Gespann“ nachdenken, meint man doch damit auch etwas Ziehendes oder Gezogenes. Bei einem asymmetrischen Fahrzeug als Einheit entfällt diese Begrifflichkeit (amtlich: Kraftrad mit Beiwagen).

Ein komplettes Chassis wie zum Beispiel das Trisis von Uwe Schmid oder das aktuelle Projekt der Firma RSR erfüllen diese Voraussetzung. Für das Karosseriekleid und den Antrieb bieten sich viele Möglichkeiten. Wir können unserer Phantasie freien Lauf lassen. Wohin die Reise geht, entscheiden letztlich wir Kunden.

Sicher werden Sie alle diese Gespanne genau so kontrovers diskutieren wie wir in der Redaktion. Aber wir dürfen die Augen nicht vor der Zukunft verschliessen. Die Preisspirale dreht sich. Schärfere Abgasgesetze, bürokratische Hürden bei der Zulassung und der immer größer werdende Aufwand, aus einem Zweirad ein Gespann zu bauen, zwingen die Gespannhersteller regelrecht, komplette Fahrwerkssysteme zu entwickeln.

Bestimmt sehen wir eines der neuen Gespanne auf dem Euro-Gespann- Treffen in Hatzfeld-Reddighausen. Für die diesjährige Verlosung haben wir ein echtes Schmankerl: Exklusiv auf dem E-G-T stellt die Firma Stern nicht nur ihren neuen Rox-Beiwagen vor – das erste Exemplar gibt es auch zu gewinnen. Als zweiten Preis verlosen wir eine Kentech-Beiwagenschale zum Selbstaufbau. Der dritte Preis ist ein Fahrerlehrgang, wahlweise als Einsteigerkurs oder als Training auf der Rennstrecke.

Drei Tage – drei Räder. Wir sehen uns beim E-G-T am letzten Augustwochenende. Ihr


Martin Franitza

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Morgen ist heute - Auszug -

Gestern bereits an Morgen denken, dann ist heute schon Zukunft: Zurückblickend muss man Rudi Schmied einen vorausschauenden Blick bestätigen. Nach einer langjährigen Motorradkarriere auf Solomotorädern von NSU Max bis RD 500 und RGV ließ er sich vor sechs Jahren eine Yamaha TRX 850 zum Gespann umbauen: Sein Grund: „Das Vorderrad der Solo rutschte auf Kuhscheisse weg.“

Fortan galt sein Interesse den Gespannen, vor allem den Renngespannen. Inspiriert von LCR-Fahrwerken, baute der Feinblechtechniker bald die ersten Plattformen für Renngespanne. Sein eigenes Rennteam mischte bei der IGM genau so mit wie ande- Morgen ist heute Im Rampenlicht steht die Wartenberger Firma RSR. Feinste Renntechnik für die Straße. Das Design ist einzigartig. Der Grund: Ein Kuhfl aden. re Fahrer bei der IDM auf seinen Fahrwerken. Binnen Kürze war das Kürzel RSR ein Begriff in der Rennszene.

Bereits 2005 mehrten sich die Gerüchte über ein zulassungsfähiges Straßengespann auf RSR-Plattform. Über die Entwicklung des Fahrwerks konnten wir in MOTORRADGESPANNE Nr. 91 (Seite 14) bereits berichten. Im Frühjahr kamen erste Entwürfe über das Design der Karosserie in Umlauf. Auf der Homepage konnten Gespannfahrer über die Skizzen abstimmen.

Das RSR-Gespann basiert auf einem Chassis in Aluminium-Sandwich-Bauweise. Die Radführungen sind mit der Leichtmetallstuktur verschraubt. 14-Zoll-Aluminiumfelgen, AP-Bremszylinder mit einstellbarer Bremsbalance und innenbelüftete Scheiben ergänzen das Chassis. Außergewöhnlich sind die beiden nebeneinander angeordneten Schalensitze für Fahrer und Beifahrer.

Das aus nahtlos gezogenem Rohr gefertigte Gerüst bildet einen Sicherheitsrahmen für die Passagiere und ist Grundlage für die Karosserie. Wie das Gespann aussehen wird, verdeutlichen die Designentwürfe. Sicher müssen bei der Serienfertigung Entformbarkeit der einzelnen Teile, Öffnungsmechanismen der Karosserie und noch vieles mehr berücksichtigt werden. Aber in seinen Grundzügen wird das Gespann so auf die Straße kommen...


Inhaltsverzeichnis                                                  Juli/August 2006



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