Eine Übersicht der Beiwagen- und Gespannhersteller und -Importeure
In Deutschland gibt es über zwei dutzend Firmen, die ein Solomotorrad in ein Motorradgespann verwandeln.
Das sind weit mehr Gespannhersteller als Motorradhersteller!
Mit rund 120 verschiedenen Seitenwagen-Modellen ist Deutschland damit geradezu ein Gespannparadies. Nirgendwo sonst auf der Welt ist die Auswahl so groß wie in Deutschland.
“Konkurrenz belebt das Geschäft”, sagt man. Und so erfüllen die Hersteller, die im starken Wettbewerb stehen, auch Ihnen praktisch jeden Kundenwunsch und bauen alles zum Gespann um was zwei Räder hat.
Wir haben für Sie kurz und prägnant die Firmen und ihre Produkte zusammengefasst. Sie brauchen sich nicht alles selbst zusammen zu suchen, sondern finden hier kompakt alle wichtigen Informationen auf einen Blick!
Erkennen Sie sofort, welcher Gespannhersteller welche Motorradmarke umbaut. Außerdem finden Sie zu jedem dieser Beiwagenhersteller eine Auswahl der Beiwagen-Modelle – und der damit zum Gespann umgebauten Motorräder – die wir getestet haben. Natürlich mit der genauen Angabe, in welcher Ausgabe der MOTORRAD-GESPANNE-Zeitschrift dieser Test oder Fahrbericht erschienen ist. Viel Spaß!
Karte mit Gespannhändlern in Deutschland. (Auswahl)

Eine Auswahl der Gespannhersteller:
BMW, beliebt sind gleichermaßen die K- und Boxermodelle. Bei den älteren Umbauten werden auch gerne die K100 und K75 umgebaut. Bei den Boxern ist wohl die BMW 1150 GS die am meisten umgebaute Zugmaschine.
Nur noch als gebrauchte zu haben ist die russischen Dnepr. Als Hilfestellung können Sie bei uns auch einen für alle Gespanne verwendbaren Gebraucht-Kaufvertrag herunterladen. Ural hingegen kann über viele Händler Neu und Gebraucht bezogen werden. Die robusten russischen Kombinationen sind beim Winterfahrer sehr beliebt.
Auch von Honda wird praktisch jedes Motorrad zum Gespannumgebaut. Besonders beliebt sind die GL/GoldWing-Modelle. Meistgefahrenes Fahrzeug ist hier vermutlich die 1500er Version.
Auf Endurogespanne mit Staßenzulassung haben sich auch einige Hersteller spezialisiert. Fast immer werden dafür offene Seitenwagen verwendet.
Auch die tschechische Marke Jawa hat noch treue Fans. Das einfach aufgebaute Motorrad wird meist mit einem Beiwagen der Marke Velorex betrieben.
Bei den Kawasaki-Modellen sind es meist die Modelle mit den hubraumstarken Motoren mit sportlichem Charakter.
Moto Guzzi war vor allem in den 80er und 90er Jahres sehr stark. Wer ein preiswertes Gespann sucht wird bei dieser Marke schnell fündig.
MZ oder MuZ als Gespann war einst das Volksmotorrad der DDR. Inzwischen ziehen hier für die Gebrauchten deutlich die Preise an. Beliebt sind nach wie vor die ETZ- und EZS-Modelle mit dem Superelastik.
Auch Roller werden gerne umgebaut und mit einem gespanntauglichem Hilfsrahmen verschraubt. Verwendet werden sowohl die Hubraumboliden mit dicken Reifen, als auch die flinken 50er Modelle.
Die vergleichsweise eher preiswerteren Modelle von Suzuki haben unter den japanischen Motorradhersteller sicher den größten Marktanteil. Beliebt ist auch der Supersportler Hayabusa mit Beiwagen.
Von der englischen Marke Triumph werden auch immer wieder feine Gespanne hergestellt.
Auch Yamaha bietet für den Gespannfreund einige sehr interessante Modelle. In den vergangenen Jahren gerne gefahren und zu akzeptablen Preisen am Gebrauchtmarkt ist die XJ 900.
Bei den Beiwagen findet man neben den vielen Modellen der Gespannhersteller auch oft Oldtimer-Nachbauten von Steib und Stoye.
Besonders für Einsteiger ist es nicht leicht den Überblick zu behalten. Wertvolle Hilfe leistet hier in erster Linie der Motorrad-Gespanne-Katalog mit seinen vielen Bildern. Auch die Buchreihe “Fachwissen rund um das Motorrad mit Beiwagen” bietet wertvolle Informationen.
(Suchen Sie nur Links zu den Herstellern finden Sie diese bequem auf unserer Linkseite.)
