Gabelbrücke

Was ist zu beachten?
Wird durch die gereckten Gabelbrücken der Einbauwinkel der Standrohre flacher, so vermindert sich bei Verwendung der Serienstandrohre die Bodenfreiheit. Die Frage, um wieviel sie abnimmt, hängt vom geänderten Winkel ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Sind bei den neuen, gereckten Gabelbrücken nur die Bohrungen für die Standrohre weiter nach vorn gesetzt, gilt ebenso: Das Gespann wird abgesenkt, die Bodenfreiheit wird geringer. Durch den größeren Abstand der Standrohre zum Steuerkopf kippt das Rad noch mehr in die Kurven, so dass die Montage eines Motorradreifens auf dem Vorderrad dringend zu empfehlen ist.

Fazit:
Die sogenannte gereckte Gabelbrücke ist als Nachlaufverkürzung nur für verschiedene Harley-Davidson-Modelle zu empfehlen. So bietet zum Beispiel die Firma Mobec für Harley-Davidson-Gespanne eine entsprechende Gabelbrücke an. Vor einigen Jahren war eine ähnliche Konstruktion auch von EML lieferbar. Für japanische Cruiser gibt es keine empfehlenswerten Konstruktionen. Eine Einzelanfertigung ist zu teuer. Nachlaufverkürzungen haben wir ausführlich in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 98 vorgestellt, auch in M-G 103 unter dem Titel „Führungsanspruch“ am Beispiel von Honda-Gold Wing-Gespannen.
Bei der Nachlaufverkürzung der Firma Heigl werden die Standrohre mit Klemmfäusten nach vorn gesetzt. Die Standrohre können so eingebaut werden, dass das Motorrad nicht abgesenkt, sondern die originale Bodenfreiheit beibehalten wird.


Auf der Zeichnung übertrieben dargestellt sind die Möglichkeiten, mit gereckten Gabelbrücken den Nachlauf zu verkürzen. Die Zeichnung 1 zeigt die Anordnung des Originalfahrzeuges. In der Zeichnung 2 sind die Gabelbrücken so konstruiert, dass die Standrohre nicht im 90-Grad-Winkel zum Steuerkopf stehen. In Zeichnung 3 sind die Bohrungen für die Aufnahme der Standrohre nach vorn gesetzt.

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