Lichttechnik

aus MOTORRAD-GESPANNE im Eigenbau

Hier ein kleiner Auszug aus dem Buch
„Motorradgespanne im Eigenbau“.

4.10 Lichttechnik

4.10.1 Scheinwerfer, Leuchten, Rückstrahler – Allgemeines –

Grundsätzlich dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein. Sie müssen vorschriftsmäßig und fest angebracht sowie ständig betriebsbereit sein. Die nach vorne wirkenden lichttechnischen Einrichtungen, also Scheinwerfer für Fernlicht und Abblendlicht, Nebelscheinwerfer und die Begrenzungsleuchten dürfen nur zusammen mit den Schlussleuchten und der Kennzeichenbeleuchtung einschaltbar sein.

Laut StVO müssen Motorräder wie auch Gespanne am Tage mit Abblendlicht fahren.

Zu den lichttechnischen Vorschriften der StVZO (§§ 49a ff.) finden für Motorradgespanne die Richtlinie 93/92/EWG sowie die ECE-Regelung Nr. 53 über den Anbau der Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen an Krafträdern und die ECE-Regelung Nr. 50 für die einheitlichen Vorschriften für die Genehmigung von Begrenzungsleuchten, Schluss, Bremsleuchten, Fahrtrichtungsanzeigern und Kennzeichenbeleuchtungen Anwendung. Außerdem müssen die ECE-Regelungen 1, 3, 8, 20, 37 und 57 beachtet werden.

Alle lichttechnischen Einrichtungen, also auch Glühlampen und reflektierende Mittel, müssen nach § 22a StVZO in amtlich genehmigter Bauart ausgeführt sein. Die Bauartgenehmigung (BG) sagt etwas über die Beschaffenheit der Einrichtung aus und teilt ein Prüfzeichen zu (z. B. Wellenlinie + K1234 für nationale BG oder z. B. E150R5678 für ein nach ECE R50 geprüftes Teil). Sie legt die Fahrzeugart fest, für die die Leuchte oder der Scheinwerfer zulässig ist und sagt auch etwas über Glühlampenbestückung und Anbringung aus.

Fahrzeugteile, die in amtlich genehmigter Bauart ausgeführt sein müssen, müssen auch mit einem Prüfzeichen gekennzeichnet sein. Diese Vorschrift kann entfallen, wenn nicht genehmigte Teile (die nicht in Deutschland gebaut worden sind) an Fahrzeugen verbaut werden, die außerhalb von Deutschland produziert wurden, und diese Teile nachweislich in ihrer Wirkung etwa den bauartgenehmigten gleicher Art entsprechen („In-Etwa-Wirkung“). Der Sachverständige kann, außer für Scheinwerfer, die In-Etwa-Wirkung feststellen; für Glühlampen gibt es keine In-Etwa-Wirkung.

Im folgenden Text werden im Buch die einzelnen lichttechnischen Einrichtungen beschrieben und die Anbau- und Ausführungsvorschriften nach StVZO, EG und ECE verglichen.

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