Gespann – Führerschein – Prüfung

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Dieses Thema enthält 5 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  lille vor 10 Jahre, 6 Monate.

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  • #17606

    lille
    Teilnehmer
    • Beiträge: 5

    :rolleyes: So – und nun noch ein ganz spezielle Frage… :p

    Es gibt ja einige Motorradfahrer, die nach einem Unfall nicht mehr mit einem normalen Motorrad fahreb können, und stattdessen auf ein Gespann umgestiegen sind (z.B. bei Querschnittslähmung).

    Nun wäre die Frage: wisst Ihr, ob es andersrum auch möglich ist, wenn man noch keinen A-Schein besitzt, diesen auf einem Gespann zu machen, wenn es aufgrund einer Behinderung nicht anders mölich ist.

    Also nicht Umstieg auf Gespann mit vorhandenem A-Schein aufrund einer neu eingetretenen Behinderung – sondern gänzlicher Motorradneueinstieg (Führerscheinerwerb) auf einem Gespann. Natürlich mit eintspechender Einschränkung im Führerschein.

    Habt Ihr sowas schon mal gehört?

    #19746

    muli
    Teilnehmer
    • Beiträge: 118

    hallo lille,
    das ist überhaupt kein problem; als erstes würde ich mich mit der führerscheinstelle in verbindung setzen; diese sollte als erstes eine medizinisch-psychologische untersuchung anzetteln (der “depperlas-test” – richtig 😉 ) keine panik – dort wird dann lediglich festgestellt, was mit deinem handicap alles für auflagen notwendig sind, also so sachen wie die bedienung von gas, kupplung, schaltung oder bremse; wenn du das hast, kannst du dir ein gespann entsprechend umbauen; jetzt brauchst du nur noch zu ner fahrschule, die dir fahrstunden gibt und den üblichen leidensweg des fahrschülers bestreiten;
    worüber ich dir jetzt allerdings keine auskunft geben kann und was du unbedingt vorher abklären solltest – die haftpflichtversicherung deines gespannes; es kann sein, daß deine versicherung für die “fahrstunden” die versicherung verweigert; dann müßte der fahrlehrer das gespann auf seinen namen versichern; sorry, daß ich dir diesbezüglich nicht weiterhelfen kann;
    cu
    muli

    ps: fahre selber seit über 20 jahren mit handicap – solo und gespann 😉

    #19747

    lille
    Teilnehmer
    • Beiträge: 5

    Danke für Deine Antwort. So in der Art hatte ich’s mir auch vorgestellt. 🙂

    Wobei es nicht um meinen FS geht – ich habe den A und bin gottseidank in der Lage, ganz normale Möps “von der Stange” zu fahren.

    Wir grübeln derzeit über eine Lösung für meinen Gatten. 🙂

    Der hat einen alten FS, mit dem er 125ccm fahren kann – das wäre mal die Basis. Einen A-Schein hat er nicht.

    Er fährt einen alten Roller – da geht’s mit Aufsteigen und sitzen (der hate noch Einzelsitz, keine Sitzbank).
    Auf normale Motorräder kommt er nicht. Da er klettern muß, steht ein Motorrad zu instabil. Und er kommt dann mit den Beinen nicht runter auf den Boden, um das Teil (beim anhalten) abzustützen.

    Deshalb stehen eben wzei generelle Optionen im Raum:
    Quad (schnell Kopf einzieh, weil Schläge befürchte) – oder ein Gespann. Und da wiederum die Frage (hatte ich in einem Extra-Beitrag gefragt): 125ccm – oder ein größeres und damit dann auch den FS für Klasse A machen.

    Grüße, Lille

    #19745

    scheppertreiber
    Teilnehmer
    • Beiträge: 99

    Auf http://motoflot.de ist auf der Startseite ein Ural-Wolf-Gespann.
    Ich glaube, 63 Sitzhöhe.

    #19743

    m904laalaa
    Teilnehmer
    • Beiträge: 30

    Hallo Lille,

    Muli hat ja schon das Wichtigste gesagt.
    Es gibt auch mehrere Firmen, die sich auf die behindertengerechte Anpassung von Motorrädern und Gespannen spezialisiert haben.
    Einer wäre zB. der Wiili Költgen in der Nähe von Koblenz ( http://www.koeltgen.de ).
    Auf dessen Seite wird swiw auch die Problematik des Führerscheins ganz gut abgehandelt.
    Weiter Links von Umbauern werden sich hoffentlich noch ergeben.

    Hat Dein Gatte schon mal ein Gespann bestiegen, sprich, kommt er rauf? Wenn er das nicht so gut schafft, wäre eventl. ein Quad eher geeignet, welches unterhalb der Fußrasten sog. “Nerf-Bars” montiert hat. Das sind im Prinzip stabile Rohrbügel mit einem Netz-Einsatz, die verhindern sollen, daß man mit nach vorn abrutschenden Füßen auf den Boden kommt. Die Dinger kann man dann quasi als Steighilfe verwenden. Könnte man zwar auch beim Gespann nachrüsten, sieht aber “ungewöhnlich” aus.

    Wenn das geklärt ist, bleiben nur noch zwei Fragen:
    1. Was wäre ihm lieber: Gespann oder Quad?
    1. Was darf’s denn kosten?

    Grüßle aus’m Süden,
    Jürgen

    #19744

    heigl
    Teilnehmer
    • Beiträge: 5

    Hallo
    eine weitere Möglichkeit währe ein Rollergespann .
    Wir bauen relativ viele Rollergespanne für Leute mit Beeinträchtigungen des Gehapparates . Durch die Bedienung per Hand sind die Umbaukosten überschaubar , der ebene Durchstieg kommt dem auch sehr entgegen.
    Die Fahrleistungen von 125er Rollern muß man vergleichen mit etwa 250er
    Motorrädern. Durch die Variomatic läuft der Motor immer im Bereich des höchsten Drehmomentes und die Geschwindigkeit wird an die verfügbare Motorleistung angepasst,somit gibt es kein sg. Schaltloch .mit einem 125er Rollergespann ist man sicher keine ” Wanderbaustelle”.

    Heigl

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