Querstabilisator zwischen Hinterradschwinge und Beiwagen

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Dieses Thema enthält 13 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  gespannpit vor 3 Jahre, 2 Monate.

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  • #36819

    giand
    Teilnehmer
    • Beiträge: 4

    Hi Leute, gibt es in DE Erfahrungen mit Querstabilisatoren zwischen der Hinterradachse des Motorrades und dem Beiwagen? In den den USA bin ich auf mehrere Sidecars gestossen die eine Querstabilisator (sway bar) eingebaut haben und sie sagen die Fahreingenschaften wären besser.
    Diese Querstabilisator wird im KFZ baue eingesetzt um das aufschauckeln bzw das eintauchen der Räder an einer Achse zu stabilisieren.

    Hat jemand in DE so estwas schon gebaut? und gibt es Erfahrungen mit den Fahreigenschaften?

    Andreas

    #36821

    gespannpit
    Teilnehmer
    • Beiträge: 211

    Hallo Andreas,
    als erster Beitrag muss man dich als Neuzugang willkommen heißen?
    Dann mach ich das mal.
    Warum willst du so was einbauen? Welches Gespann fährst du?
    Hast du schlechte Erfahrungen mit deinem Fahrwerk?
    Gruß
    Pit

    #36939

    richi
    Teilnehmer
    • Beiträge: 28

    Hallo Andreas,
    mit einem richtig dimensionierten und angelenkten Querstabilisator reduziert man deutlich das Einfedern des Beiwagenrades in Linkskurven. Bei normaler Geradeausfahrt vermittelt er den Eindruck, dass das Fahrwerk satter auf der Strasse liegt. Wankbewegungen werden merklich vermindert oder verschwinden sogar vollständig. Besonders intensiv wirkt sich ein Querstabilisator bei leistungsstarken / schnellen Gespannen aus.
    Gespanne mit Querstabi gab es z.B. serienmäßig von Sidebike und MZ und aktuell von einem chinesischen Hersteller.
    Ist der Stabi schwach ausgelegt und/oder ungünstig angelenkt, wirkt er sich kaum auf die Fahreigenschaften aus. Dementsprechend sind auch die Erfahrungen der betreffenden Gespanneigner. Nach meinen Erfahrungen sollte bei einem Mittelklassegespann mit einer Spurweite von ca.1,2m der Querstabilisator einen Durchmesser von ca. 25 mm haben.
    Gruß Walter

    #37121

    giand
    Teilnehmer
    • Beiträge: 4

    Hallo Walter, klingt gut, ich habe ein GS1150 Stern RX Gespann, gibt es da Erfahrungen? hat jemand so etwas schon verwichlicht und wie wird der Querstabilisator eingebaut?

    Danke Andreas

    #37165

    richi
    Teilnehmer
    • Beiträge: 28

    Hallo Andreas,
    leider kenne ich die Einbausituation bei deinem Gespann nicht. Die Firma Stern kann dir aufgrund ihrer Erfahrungen mit ihren Produkten da sicherlich kompetenter weiterhelfen als ich.
    Gruß Walter

    #37256

    giand
    Teilnehmer
    • Beiträge: 4

    Hallo Walter, nochmals auf das Fahrverhalten mit Querstabilizator zurückzukommen, ich lebe in Mexico und die Strassen sind hier recht uneben das heist es gibt viele Spurrinnen und das Gespann tanzt von einer Seite zur Anderen, ein Problem ist der Vorderreifen (175/55/15) das habe ich schon erkannt, aber der Querstabilisator würde die Strassen lage verbessern? oder spielt dies keine Rolle in diesem Fall?
    Gruss Andreas

    #37262

    richi
    Teilnehmer
    • Beiträge: 28

    Hallo Andreas,
    wende Dich bitte an info@lefevre-gespanntechnik.de
    Gruss Walter

    #37491
    crazy cow
    crazy cow
    Teilnehmer
    • Beiträge: 57

    Hallo Andreas,

    MZ und Side-Bike Fahrwerke haben serienmäßig Querstabilisatoren. Außer den schon beschriebenen Vorteilen kommt noch ein ganz wesentlicher dazu: Sobald der Seitenwagen beladen wird, stützt sich seine Feder über den Stabilisator auf der Hinterradfeder ab. Die Last im Beiwagen wird also gleichmäßiger verteilt, es kommt nicht vor, dass die Fuhre leer gerade steht und beladen herunterhängt. Wenn man einen Stabilisator nachrüstet, ist die beste Gelegenheit, seine Vorspannung verstellbar zu machen, um den optimalen Druckpunkt zu finden.
    Ein weiterer Vorteil liegt in der schnellen Geradeausfahrt auf Autobahnen mit Querrillen. Da Seitenrad und Hinterrad nicht auf einer Achse laufen, reagiert zuerst das Vorderrad, dann das Seitenrad, dann das Hinterrad auf die Querrille. Ohne Stabilisator neigt sich das Fahrzeug seitlich beim Einfedern eines Rades, es schaukelt, mit Stabilisator federn beide hinteren Räder gleichzeitig.

    Das kann aber auch zu einem Riesennachteil werden, ich habe einmal ein Fahrt abgebrochen und eine andere Route gewählt: das Wurzelwerk der Bäume hatte aus einer Allee eine Buckelpiste gemacht, das ständige Einfedern beider Räder machte die Fahrerei unerträglich. Will sagen: das regelmäßige Buckelmuster des Untergrundes muss zum Schwingverhalten der Federn und zur Dämpfung passen. Bei unregelmäßigen Schlaglöchern oder Buckeln gibt es jedoch keine Probleme.

    Grüße, Olaf

    #37529

    gespannpit
    Teilnehmer
    • Beiträge: 211

    Hallo,
    ich habe keinen solchen Stabilisator. Und fahre auch ganz gut ohne.
    Gruß
    Pit

    #37569

    giand
    Teilnehmer
    • Beiträge: 4

    Besten Dank für die Infos, wie es aussieht funktioniert dieses Querstabilisator für schnelle Strassen recht gut, bei schlechten Strassen ist dieser nicht zu empfelen.

    Gruss
    Andreas

    #43972

    maeusemanni
    Teilnehmer
    • Beiträge: 13

    Servus Andreas,

    bei meinem BMW-Schwingenfahrwerk habe ich seit gut 30 Jahren so einen Stabi drin und bin damit absolut gut gefahren!
    Auslöser war damals der Einbau eines dicken Motors. Das Gespann war danach bei Geschwindigkeiten über ca 150km/h nicht mehr fahrbar, hat sich kräftig aufgeschaukelt, unzumutbar. Die Fuhre war für das Tempo einfach zu kurz und zu schmal …

    Nachdem vielen Versuchen mit verschiedenen Dämpfern, Dämpferölen, Federn, Reifen usw. kein befriedigendes Ergebnis gebracht haben, bin ich auch auf die Idee mit dem Stabi gekommen.

    Damit war dann alles OK, bei Volldampf bis über 180 keine Probleme mit der Schaukelei mehr.
    (dafür aber andere, mit geplatzten Ente-Reifen! Inzwischen gelöst, dank Smart…)

    Klar, die Federung wird härter, der Komfort nimmt ab. Aber ich werde das Ding nicht mehr ausbauen.

    Hier noch kurz die Eckdaten:
    Gespann R69-S:
    Radstand 1450mm
    Spurweite 1020mm
    Gewichte leer 320kg
    voll bis max. 650kg

    Stabilisator:
    Federstahl ST-52, nach dem biegen noch vergütet
    (ging hintenrum über eine Großfirma, keine genauen Daten.)
    Wirksame Torsions-Länge 750mm
    Hebellänge Drehpunkt-Radachse 270mm

    Als Drehlager habe ich passende Gummilager und Schellen eines Opel-Astra hinten, Bj.85 genommen, für den Anschluss an die Schwingen Kugelköpfe mit 10mm.

    Wie gesagt, läuft seit ca 30 Jahren und ca 600Tkm ohne irgendwelche Probleme …
    Falls Du das mal angucken willst, kann ich damit zum EGT kommen…

    Gruß Manni

    #43976

    gespannpit
    Teilnehmer
    • Beiträge: 211

    Ei Hallo,
    du fährst also mit einem R69/S Rahmen über 180km/h?
    Gigantisch.
    Ich würde gerne mal ein paar Bilder dieses Stabilitators sehen, wenns ginge. Kann aber leider nicht aufs EGT kommen. Im Moment noch verhindert, aber es ist ja noch ein bischen bis dahin.
    Gruß
    Pit

    #44252

    gerd
    Teilnehmer
    • Beiträge: 49

    vielleicht sollte mancher mal seinen Tacho überprüfen lassen!
    Gruß
    Gerd

    #44360

    gespannpit
    Teilnehmer
    • Beiträge: 211

    Hallo,
    die 69/S Modelle waren ja die schnellsten Serienmotorräder zu ihrer Zeit. Die liefen ja schon damals um die 175Sachen. Aber heute mit so einem Gespann über 180km/h zu fahren, finde ich schon als sehr riskant.
    Würde auch gerne Bilder von diesem Umbau sehen.
    Gruß
    Pit

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