Leserbriefe
Heft Nr. 74, März/April 2003


Federbeine

Den Bericht über die Federbeine in Heft 72 finde ich sehr gelungen, insbesondere auch die Adressensammlung und der Hinweis, dass vernünftige Federbeine oft Standard sein müssten, auf Grund von Kostendruck aber erst in der Aufpreisliste auftauchen.

Richard Weikert


Alles schon mal dagewesen!

In der Ausgabe Nr. 73 ist auf Seite 66/67 eine von Michael Fuchs konstruierte Vorderradführung beschrieben und abgebildet. Es handelt sich um eine Schwinge mit innenliegenden Federbeinen. Im Vergleich dazu sollte man sich mal die Vorderradführung der in MOTORRAD 2/2003 auf Seite 100/101 unten abgebildete Renn-Ducati von 1960 anschauen...

Detlev 'Yellow' Albrecht


Sonderkonto

Da sich auf Bundesebene eine positive Grundtendenz feststellen lässt, sollten wir die Chance nicht verstreichen lassen das Thema Höchstgeschwindigkeit für Gespanne mit Anhänger anzugehen.

Alles unter 100km/h ist in meinen Augen töricht, da gerade auf der Autobahn eine Geschwindigkeit oberhalb der LKW-Höchstgeschwindigkeit nötig ist; soll das Ganze nicht zu einer Dauerüberholsituation (schneller LKW muss um das Tempo zu halten überholen) ausarten.

Mein Vorschlag: Sie eröffnen ein Sonderkonto und jeder, der das Vorhaben unterstützen will zahlt   40 Euro ein. Über Ihre möglichen Kontakte zum ADAC, der Allianzversicherung usw. ist vielleicht auch Hilfe zu erreichen. Ich werde sofort einzahlen, obwohl ich nicht weiß, ob ich jemals mit Anhänger fahren werde.

Michael Seckelmann


Selbst ist der Mann!

In Eurer Zeitschrift las ich vor einiger Zeit einen Artikel über das Adler-MB-250-Gespann. Seit langer Zeit besitze ich eine MB-250 - Sport. Ich habe sie im Laufe der Zeit restauriert. Mit Familienzuwachs war dann aber ein Gespann gefragt. Da ich aus Kostengründen keinen passenden Steib-Seitenwagen gefunden habe, half ich mir selbst. Für einen Kasten Bier, tauschte ich einen MZ-Unfallseitenwagen ein. Allerdings konnte ich mit dem  Schrott wenig anfangen. Es blieb nur noch mehr der Rahmen übrig, der auch nicht richtig passte. Nachdem ich mir Fachliteratur über Seitenwagen aneignete, stellte ich fest, dass das MZ-Grundgestell vollkommen geändert werden musste! Ich kontaktierte den Autor des Buches, der mir von meinem Vorhaben abriet. Da ich Maschinenbaumechanikermeister  und ein Dickkopf bin, hab ich es dann doch mit ein paar Gläubigern durchgezogen. Wir bauten ein Pappmodell des Bootes und glichen den Rahmen unter Ausschluss jeglicher sozialistischer Eigenheiten an. Somit war der Grundstein gesetzt. Die Fräsmaschinen unserer Werkstatt liefen auf Hochtouren. Ein Kellerraum des neu gebauten  Hauses war voll auf Gespannbau eingerichtet. Das aus Alublech zusammengeschweißte Boot wurde im folienverhangenen Keller zweimal lackiert (einmal Pfusch).

Fazit: Das Boot wurde an die Adler montiert, Licht sowie Bremsen und Kabel installiert. Es fehlte noch der Sitzplatz. Wir haben ihn selbst gepolstert und mit Kunstleder bezogen. Bald wurde sehnsüchtig zur Probefahrt gestartet. Selbst erfahrene Gespannfahrer aus dem Freundeskreis (ich selbst bin Laie) sind begeistert. Wortlaut:  "Die fährt sie wie a Große". Der TÜV war von der Technik  und der  Verarbeitung fasziniert.

Ich restauriere momentan eine Phänomen Ahoi 125 wofür ich keine Teile finde. Kann mir jemand helfen?

Markus Wuschek, M.Wuschek@gmx.de

Anm. d. Red.: Die per E-Mail zugesandten Bilder lassen sich leider nicht für den Druck verwenden. Wir werden gelegentlich einmal vorbei schauen und das schöne Eigenbaugespann komplett durchfotografieren, um es in MOTORRAD-GESPANNE vorzustellen.


Juwel-Logo

Ich habe einen Juwel-Beiwagen, Modell Bugatti Sport und suche noch nach einer Abbildung oder einem Besitzer eines Juwel-Beiwagens, anhand derer ich die Form des vorderen plastischen Firmenlogos ersehen oder abnehmen kann.

Thomas Umbach, thomas.umbach@t-online.de


Das 3-H-Dreieck

Ein Beitrag unseres Lesers und MZ-Gespannfahrers Dietrich Neumann. Die Ausführungen für das Solomotorrad gelten gleichermaßen für das Gespann.

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Plane läuft wunderbar hinterher, der Polen-Anhänger ist bauartbedingt auf 70 km/h "begrenzt", da er sich in diesem Bereich aufschaukelt. Aber ab 90 km/h ist wieder Ruhe.
Ab und zu nehme ich auch das Fahrrad mal mit.
Da die Anhänger am Russen nicht seitlich hinausschauen, mache ich wegen der Einmeter-Regelung keine Sorgen, schließlich darf ja die Ladung jeweils 40 Zentimeter seitlich überstehen. Den Geldaufwand für die Zulassung einer Überbreite, die nur für einen Hänger gilt, finde ich schwachsinnig. Bei meinem Russenkollegen ging das sogar soweit, dass der TÜV die Autobahnfahrt im Schein verboten hat, da er ja nur 60 km/h mit Hänger fahren dürfe. Meines Wissens bezieht sich das normalerweise aber auf die "bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit des Zugfahrzeugs" und nicht durch so ein Gesetz. Von einem PanEuropean-Kollegen habe ich erfahren, dass der TÜV am Beiwagen einen zusätzlichen 2. Bremssattel wollte, der mit der Vorderradbremse kombiniert sei; ohne diese gäbe es keine Überbereite.
Da kann ich nur sagen: Wo kein Kläger, da kein Richter. Ich hätte mir ja schon gerne einen 1 Meter breiten Anhänger gebaut, aber wo gibt es entsprechende Achsen mit Räder die alles inklusive 1 Meter breit sind und nicht gleich so teuer sind wie ein billiger PKW-Anhänger?
Daher werde ich mich um die 1-Meter-Regelung weiter nicht kümmern.

Russenjesus, Ederheim


Erfahrung!

Zu dem Artikel über den Wohnanhänger in M-G 73 möchte ich meine durchaus guten Erfahrungen bei der Ausstellung meiner Betriebserlaubnis eines Gespannanhängers durch den TÜV schildern. Letzten Sommer bestellte ich mir bei einem örtlichen Händler einen Schuring-TM35S-Bausatz aus den Niederlanden. Nach dem Zusammenbau und dem lackieren fuhr ich zum TÜV. Der Prüfer war sehr angetan von der Optik meines Moto-Guzzi-LeMans-IV-Gespannes und legte sogleich los. Fazit: Da dieser Anhänger nur Reifen der Größe 4.00-8 62 M montiert hat und diese reifen nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h ausgelegt sind, könne er mir auch nur eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h genehmigen. Hätte der Anhänger eine zugelassene Reifengröße für 80 km/h besessen, hätte ich auch die Zulassung bis 80 km/h bekommen. Das zulässige Gesamtgewicht wurde auf 180 Kilogramm festgelegt. Nun, mich stört das weiter nicht, denn der Anhänger läuft sogar bei guten Straßenverhältnissen noch bei 120 km/h ruhig hinterher. Was mich jedoch störte, war der Wunsch des Prüfers drei überdimensionale 70 km/h-Schilder an drei Seiten des Anhängers anzubringen.  Allerdings konnte ich solche Schilder bis heute noch nicht im Handel auftreiben.

S. Eder

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