Schlagwort-Archiv: Motorradgespann

Motek

MOTEK – Zwei- und Dreiradtechnik – Sonderteile – Zubehör

Gespann-Hersteller, Beiwagen- / Seitenwagen-Importeur

Hersteller-Steckbrief:

Seit 1994 fertigt Volkmar Prietz in der Nähe von Nürnberg  Motorradgespanne und Beiwagen. Wobei er die Roh-Beiwagen u.a. vom Kunststoffbetrieb Mayerle bezieht. Die Bandbreite reicht vom einfachen Low Budget-Gespann bis zum exklusiven Gespann.

Über die Homepage von MOTEK lassen sich Artikellisten der Seitenwagen BOBBY, für Seitenwagen von Cruiser & Chopper Motorrädern, den Seitenwagen Heeler für das Model BMW K 100 und dür die Schwinggabel aus eigener Entwicklung und Fertigung herunterladen.

  • MOTEK Bobby XLK, geräumiger 1sitzer
    Ein Allroundbeiwagen mit gebremsten Beiwagenrad und gezogener Langschwinge.
    Beiträge über den Bobby-Seitenwagen in verschiedenen Varianten und an unterschiedlichen Motorrädern sind in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 31, 41, 45, 55, 59, 89, 91
  • MOTEK Bobby, 1sitzer-Beiwagen
    Die schmale Version des Bobby XLK. Für leichte bis mittlere Zugmaschinen besonders geeignet.
    Beiträge über den Bobby-Seitenwagen in verschiedenen Varianten und an unterschiedlichen Motorrädern sind in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 31, 41, 45, 55, 59, 89, 91

Seit einigen Jahren ist die Firma MOTEK Importeur des Heeler-Seitenwagens. Ein 1sitziger Beiwagen aus ABS-Kunststoff der in Holland von der Firma Tripteq mit einem preiswerten Anschlusssystem hergestellt wird. Wobei für den Heeler-Beiwagen nur bestimmte Motorradmodelle umgebaut werden.

Bei der Firma MOTEK ist der Umbau aller Motorräder, Motorrad-Marken und -Modelle zum Gespann möglich, sowohl Neu- wie auch Gebrauchtgespanne. Eine Auswahl der bisher umgebauten Marken sind: BMW, Moto Guzzi, Honda, Yamaha, Suzuki, Kawasaki, Harley Davidson.

Adresse: MOTEK Zwei & Dreiradtechnik, Zeppelinstraße 46, 91187 Röttenbach, Telefon: 09172 669171.
www.motek-gespannbau.de


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Mobec

MOBEC GmbH

Beiwagen- / Seitenwagen-Hersteller

Hersteller-Steckbrief:

Von1990 bis 2021 fertigte Manfred Beck Motorradgespanne, Rollergespanne und Beiwagen. 2021 übergab er seinen Betrieb an Jörg Henßeler der die Firma voll umfänglich weiterführt.  Die Bandbreite reicht vom einfachen bis zum exklusiven Gespann. Außerdem bietet MOBEC einen Rundum-Service für alle Gespanne.

Aus eigener Entwicklung und Fertigung entstehen bei MOBEC folgende Produkte:

Gespanne:
DuodriveEasydriveSuperdrive

Beiwagen:
GipsyZeroZero GTOFurax GTTRITON GT

Eigenimporte und Werksvertretungen:

  • exklusiv – Armec Schweiz
  • regional – EML Holland

Serviceleistungen, wie z.B.

  • Service nach dem Kauf
  • Modifikationen älterer Gespanne
  • Verkauf von Gespannkomponenten an Selbstschrauber
  • Gespannkundendienst
  • Entwicklung von Problemlösungen

Die Firma MOBEC wirbt mit folgenden Standards:

  • Angenehme Atmosphäre im Verkaufsraum und Werkstatt
  • Kompetente Fachberatung
  • Kundenfreundliche Öffnungszeiten
  • gute Verkehrsanbindung
  • eigene Firmenparkplätze.

Fünf Beiwagenmodelle der Firma MOBEC im Detail:
(Wurden die Beiwagen schon in der Zeitschrift der Gespannfahrer, MOTORRAD-GESPANNE bereits berichtet, haben wir einen entsprechenden Hinweis notiert.)

  • Gipsy, 1sitzer
    Ein leichter Allroundbeiwagen der auch in einer Rollervariante lieferbar ist.
    Fahrberichte in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 57, 69, 79
  • Zero, 1sitzer Beiwagen
    Klassischer Beiwagen, vor allem für mittlere und große Gespanne geeignet.
    Fahrberichte, Vorstellungen und Tests in den MOTORRAD-GESPANNE-Ausgaben Nr. 19, 20, 27, 28, 81, 102
  • Zero GTO, 1,5sitzer
    Verbreiterte Version des Zero-Seitenwagen
    Klassischer Beiwagen, vor allem für mittlere und große Gespanne geeignet.
  • Furax GT, 1,5sitzer
    Touren-Seitenwagen
    Beiträge zum Furax in den MOTORRAD-GESPANNE-Ausgaben Nr. 73, 80, 81, 86, 98, 100
  • Triton GT, 1,5sitzer
    Touren-Seitenwagen
    Kurzvorstellung zum Furax in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 98

Bei der Firma MOBEC ist der Umbau aller Motorräder, Motorrad-Marken und -Modelle zum Gespann möglich, sowohl Neu- wie auch Gebrauchtgespanne. Eine Auswahl der bisher umgebauten Marken sind: BMW, Moto Guzzi, Honda, Yamaha, Suzuki, Kawasaki, Harley Davidson, Triumph.

Adresse: Mobec-HeMoS GmbH, Öllinger Str. 6, 89542 Herbrechtingen-Bissingen, Tel. 07023 9574833
Web: www.mobec.de
Geschäftsführer: Jörg Henßeler


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Jacken

Uli Jacken Motorräder und Gespanne

Gespann-Hersteller / -Handel, Beiwagen- / Seitenwagen-Importeur

Hersteller-Steckbrief:

Seit 1981 leitete Uli Jacken eine Gespannwerkstatt und Ende der 80er Jahre war er Reiseleiter für Motorradtripps durch Afrika. Seit 1989 veranstaltet er Sicherheitslehrgänge für Solo,- Enduo,- und Gespannfahrer bei MOTO Aktiv.

Uli Jacken ist seit über 15 Jahren Importeur der französischen Gespann-Marke SIDE-BIKE in Süddeutschland und seit 2008 auch für die holländische Marke Tripteq In seiner Werkstatt stehen überwiegend BMW– und YAMAHA-Modelle aller Baujahre. Aber auch ältere Modelle und Oldtimer aller Fabrikate können hier überarbeitet werden. Für Servicearbeiten steht ein Motortester zur Verfügung.

Bei Uli Jacken kann man auch ein Gespann mieten. Das aktuelle Mietgespann ist die Triumph Rocket III mit Side-Bike Renaissance Beiwagen.

Eine Auswahl der zum Gespann umgebauten Motorräder und Beiwagenmodelle mit den Verweisen in welcher MOTORRAD-GESPANNE-Zeitschrift bisher Testberichte und Fahrberichte sowie auch andere Beiträge erschienen sind:

  • Zeus-Gespannimport, 1,5sitzer
    Das Motorradgespann hat im Heck einen hochmodernen Motor vom Peugeot 206 S 16 mit 2 Litern Hubraum, 98 KW bzw. 135 PS und 198 Nm Drehmoment.
    Beiträge zum Zeusgespann in unterschiedlichsten Varianten sind in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 54, 59, 65, 73, 77, 83, 97
  • Comete/Mega Comete-Import, 2sitzer
    Mit dem COMETE fing bei es bei der französischen Firma SIDE-BIKE alles an. Eine vollkommen neue Gespannidee macht seit 1989 die Runde. Wesentliche Elemente des Gespannumbaus mit dem Comete-Beiwagen kommen aus dem Automobilbau.
    Beiträge zum Comete und Mega Comete sind in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 4, 11, 20, 32, 47 und 85 erschienen.
  • Renaissance-Import, 1,5sitzer
    Gebaut als Verbindung zwischen der Neoklassik der 30er Jahre und dem Customlook des ausklingenden Jahrhunderts. Konstruiert für die großen Cruiser von heute.
    Beiträge zum Zeusgespann in unterschiedlichsten Varianten sind in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 42, 47, 48, 51, 89
  • Sidecar One-Beiwagen, Lastenboot/1-sitzer
    In letzter Zeit baut die Firma Jacken häufig den Sidecar One um. Es ist ein Lastenbeiwagen in Torpedoform vom Kunsstoffbauer Jürgen Mayerle. Mit wenigen Handgriffen läßt sich die Jacken-Version auch mit einem Sitz ausstatten.
    Beiträge zum Sidecar One-Beiwagen sind in folgenden Heften der Zeitschrift MOTORRAD-GESPANNE erschienen: Nr. 102

Bei der Firma Uli Jacken ist der Umbau aller Motorräder, Motorrad-Marken und -Modelle zum Gespann möglich, sowohl Neu- wie auch Gebrauchtgespanne. Eine Auswahl der bisher umgebauten Marken sind: BMW, Moto Guzzi, Honda, Yamaha, Suzuki, Kawasaki, MZ, Harley Davidson, Triumph.

Uli Jacken Motorräder, Gespanntechnik, Siedlungsstraße 4, 76863 Herxheim
Tel: 07276 966597, Fax: 07276 966598
www.uli-jacken.de


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Heidenwag

Gespannbau Heidenwag – Gespanne aus dem Remstal

Beiwagen- / Seitenwagen-Hersteller, Gespannbauer

Hersteller-Steckbrief:

Gespannbau Heidenwag ist eine in Schorndorf-Schornbach (Baden-Württemberg) ansässige Motorradwerkstatt, die sich auf den Bau von BMW-TROIKA-Motorradgespannen spezialisiert hat. Heinrich Heidenwag beschäftigt sich schon seit 1978 mit der Entwicklung und Produktion von Gespannen auf Basis von BMW Boxer-Motorrädern.

Unter der Marke TROIKA-BMW bietet Heidenwag Motorräder mit Seitenwagen an. Als Besonderheit kann die Firma Gespannbau Heidenwag für sich geltend machen, dass seine TROIKA-BMW-Umbauten von BMW anerkannt sind.

Gespannbau Heidenwag hat sich auf die Fertigung von BMW-Gespannen spezialisiert. Die südlich von Stuttgart gelegene Firma bietet sowohl Komplettgespanne als auch Umbauten der angelieferten Maschine an. Diese Gespanne werden nach den Wünschen des Kunden gefertigt. Heidenwag liefert auch viele seiner Produkte weltweit aus, so zum Beispiel an die Polizei in Moskau.

Gespannbau Heidenwag bietet zwei verschiedene Möglichkeiten, ein TROIKA-Gespann zu erhalten: Einmal kann man sich für einen Umbau des vorhandenen Fahrzeugs entscheiden, sofern ein passendes BMW-Motorrad zur Verfügung steht, oder aber man wählt die Variante Komplettfahrzeug. In diesem Fall kümmert sich Gespannbau Heidenwag um die Beschaffung des gewählten BMW-Modells.

Hier eine Auswahl der zum Gespann umgebauten Motorräder und Seitenwagenmodelle mit den Verweisen in welcher MOTORRAD-GESPANNE-Zeitschrift bisher Test und Fahrberichte und eventuell auch andere Beiträge erschienen sind:

  • Troika, 1sitzer Beiwagen,
    Beitrag in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 77
  • Troika, Behördenboot
    Beitrag in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 71, 94
  • Troika Cruiser, 1sitzer Beiwagen,
    Beitrag in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 74

Die Arbeiten von Heiner Heidenwag sind ausschließlich über seine Werkstatt zu beziehen.
Heidenwag baut die Gespanne sowohl aus Neu- wie auch Gebrauchtmotorrädern auf. Seine Spezialität sind Motorräder der Marke BMW.

Adresse: Gespannbau Heidenwag, Schornbacher Platz 5, 73614 Schorndorf-Schornbach Telefon: 0 71 81-7 77 05
www.heidenwag-gespannbau.de


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EML / W-Tec

EML-Gespanne

Beiwagen- / Seitenwagen-Bau und Gespann-Hersteller

Hersteller-Steckbrief:

Seit Jahrzehnten gehören EML-Seitenwagen der Firma W-TEC (NL) zu den großen Produzenten in der Gespannszene. Die Firma W-Tec liefert die EML-Beiwagen nur als komplette Motorradgespanne aus, also keine einzelnen Komponennten wie Hilfsrahmen oder Umbausätze für Eigenbauten.

Eine Auswahl der zum Gespann umgebauten Motorräder und Beiwagenmodelle mit den Verweisen in welcher MOTORRAD-GESPANNE-Zeitschrift bisher Test und Fahrberichte und eventuell auch andere Beiträge erschienen sind:

  • E 2000 (Behördenboot), 1sitzer Beiwagen,
    Testbericht in M-G Nr. 85
  • GT 2001, 2sitzer Beiwagen, mit H.C.A.D. Federungssystem*
    Praxistipps in M-G Nr. 46*, Kombination mit Honda F6B Nr. 136
  • GT Twin, 2sitzer Beiwagen mit zwei Beiwagenrädern, das Vordere Beiwagenrad lenkt mit, Testbericht in M-G Nr. 63 und 71
    Testbericht an BMW K 1300 GT in M-G Nr. 115
  • S1 Roadster, 1sitzer Beiwagen,
    an MZ 1000 in M-G 89*
    Testbericht in M-G Nr. 90 und 95;
    Vorstellung mit BMW F 800 GS Nr. 113;
    mit Honda NTV 650 Dauville in M-G Nr. 134;
    Fahrbericht mit Honda Transalp in M-G Nr. 110;
    an R 100 GS in M-G Nr. 114
  • Speed 2000, 1,5sitzer Beiwagen, mit H.C.A.D. Federungssystem*
    Testbericht in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 45; Fahrbericht Nr. 121
  • CT 2001, 1,5sitzer Beiwagen, mit H.C.A.D. Federungssystem*
    Testbericht in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 28 *H.C.A.D. (High Comfort Anti Dive)

Vertrieben werden die Beiwagen ausserhalb von Holland über Importeure die auch die Zulassung mit den entsprechenden Papieren erledigen.
Bei den Importeuren ist der Umbau fast aller Motorräder, Motorrad-Marken und -Modelle zum Gespann möglich, sowohl Neu- wie auch Gebrauchtgespanne. Eine Auswahl:
BMW, Moto Guzzi, Honda, Yamaha, Suzuki, Kawasaki, Harley Davidson, Triumph … sowie Roller- und Sportgespanne.

Adresse: W-Tec B.V., Handelsweg 4, NL 7161 BV Neede.
www.emlsidecar.com


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Bode

Gespannbau Thomas Bode

Beiwagen- / Seitenwagen-Hersteller und Gespann-Hersteller

Hersteller-Steckbrief:

Kfz.-Handwerksmeister Bode fertigt seine Gespanne komplett in der eigenen Werkstatt. Er bietet alles aus einer Hand: Beratung – Konzept & Design – Herstellung – Finish – Test – Fahrwerkseinstellung – Übergabe – Service.

In Erndtebrück zwischen Siegen und Winterberg ist die Firma relativ zentral in Deutschland gelegen. Die Firma Bode liefert Umbau/Anbausätze, Beiwagen und diverse Ersatzteile der Marken EML, EZS, TripTeq. Für manche Gespanne sind auch die einzelnen Komponenten wie Hilfsrahmen oder Umbausätze für Eigenbauten lieferbar .

Eine Auswahl der zum Gespann umgebauten Motorräder und Beiwagenmodelle mit den Verweisen in welcher MOTORRAD-GESPANNE-Zeitschrift bisher Test und Fahrberichte und eventuell auch andere Beiträge erschienen sind:

  • Bode-BMW K 1200 mit Subsonic Roadster, moderner 1,5sitzer Beiwagen. Fahrbericht in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 98
  • Subsonic Sport, moderner 1,5sitzer. Beiwagen auf Basis des Subsonic Roadster
  • HBJ Konzept (Wurde zurück an Reichler gegeben)
    Einteilige Fahrwerkstechnik für hohe Geschwindigkeiten. Motorrad und Beiwagen werden in ein Chassis gebaut. Diese Technik ist motorradseitig auf Kettengetriebene Motorräder und beiwagenseitig auf den Subsonic-Beiwagen beschränkt.
  • Wilbo-Lenksystem
    Achsschenkel-Lenksystem für hohe fahrerische Ansprüche. Der mittig liegender Raddrehpunkt mit einem Übersetzungsverhältnis von 1:1 bietet einen kleinen Wendekreis, eine leichte Lenkung und stabilen Geradeauslauf.
    Kombinationsmöglichkeiten von Motorrad und Seitenwagen sind beliebig.

Thomas Bode ist Partner und Importeur holländischer Gespannhersteller – Beiwagen, Komplettgespanne und Komponenten.

Adresse: Gespannbau Thomas Bode, Zur Hauptmühle 2, 57339 Erndtebrück.
www.gespanntechnik.de und www.bode-sidecars.de


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Beiwagen-Hersteller, Seitenwagen-Hersteller

Übersicht der Beiwagen- und Gespannhersteller und -Importeure

In Deutschland gibt es über zwanzig Gespannhersteller, also Fachbetriebe, die ein Solomotorrad in ein Motorradgespann verwandeln.

Mehr Gespannhersteller als Motorradhersteller!

Mit über 110 verschiedenen Seitenwagen-Modellen ist Deutschland damit geradezu ein Gespannparadies. Nirgendwo sonst auf der Welt ist die Auswahl so groß wie hier.

“Konkurrenz belebt das Geschäft”, sagt man. Und so erfüllen die Hersteller, die im starken Wettbewerb stehen, praktisch jeden Kundenwunsch und bauen alles zum Gespann um was zwei Räder hat.

Wir haben für Dich kurz und prägnant einige Firmen und ihre Produkte in Kurzvorstellungen zusammengefasst. Du brauchst Dir nicht alles selbst zusammen zu suchen, sondern findest hier kompakt alle wichtigen Informationen auf einen Blick! Nimmst Du darüber mit den Firmen Kontakt auf, sage es bitte auch dem jeweiligen Händler.

Die nachfolgende Liste bietet einen Überblick der Händler und Hersteller weltweit.

Hinweise auf weitere Firmen sind gerne willkommen
(E-Mail: info@motorrad-gespanne.de).

Hersteller/Händler im Internet

Abez http://www.abez.jp
AJF (0033) +3 29 561095
Amor Side http://www.armorside.fr
AMR http://www.amr-moto.ch
Anson http://www.ansonclassic.co.uk
Armec http://www.armec.com
Bals http://www.bals-bmw.de
Beka http://www.beka-formteile.de
Berglar info@gespanntechnik.de
Bode http://www.bode-sidecars.de
Boxergarage http://www.dieboxergarage.de
Canterbury http://www.boxermetal.com
Choda (0033) +5 56254355
CS-Concept http://www.cs-concept.heritage-import.fr
Däschlein http://www.daeschlein.de
Dedome http://www.dedome-sidecars.com
DJ Constructions http://www.dj-sidecars.fr
Dobben http://www.wing-world.de
ef-tech http://www.ef-tech.de
Egli http://www.egli-racing.ch
Egloff http://www.egloff-gfk.ch
Enigma http://www.ezto.nl
EZS http://www.ezs-sidecar.com
F2 http://www.f2motorcycles.ltd.uk
Faßbender http://www.motorrad-fassbender.de
Favorit http://www.favorit-sidecars.de
Francky Bike & Side http://www.sidecarmoto73.com
Frontalini http://www.sidecar.it
Gössele https://zweirad-goessele.de
Grobi http://www.grobi-konstruktionen.de
Hechard http://www.hechard-sidecars.com
Hedingham http://www.hedinghamsidecars.com
Heidenwag http://www.heidenwag-gespannbau.de
HWE http://www.hwe-motorsport.de
Ideal http://www.ideal-seitenwagen.de
Iwan Bikes http://www.iwan-bikes.de
Jacken http://www.side-bike.de
JJ-Custombike http://gespanne.jj-custombike.com
Joy Tek http://www.joy-tek.de
Kalich http://www.kalich.de
KMS http://www.kms-motorrad.de
Krossline http://www.krossline.de
LBS http://www.lbszijspantechniek.nl
Lefèvre http://www.lefevre-gespanntechnik.de
Liberty Motors, LLC http//libertysidecars.us
Löw http://www.loew-gmbh.de
Lüscher http://www.LüscherAG.ch
März http://www.gespanne-f-maerz.de
Mobec http://www.mobec.de
Motek http://www.motek.de
Motopodd http://www.motopodd.com
Motorwerk http://www.motorwerk.nl
MSR http://www.sidecars-rds.fr
Mueller http://www.sauer-sidecar.de
Pig7 http://pig7.de
Pourchier http://www.apourchiersidecar.com
Premier http://www.premiersidecars.com.au
Pruns (0049) +171 4169712
Reh http://www.hd-reh.com
Roadrunner http://www.roadrunner-motorradgespanne.de
Römer http://www.roemerteam.de
Ruko http://www.ruko-fahrzeugtechnik.de
SBW http://www.sbwmotorrad-bmw.com
Schmidt http://www.schmidt-gespannbau.de
Sidcar Italia http://sidecaritalia.com
Sidecon http://www.sidecon.de
Stahmer http://www.stahmer-nf.de
Stemler http://www.motorrad-stemler.de
Stern http://www.stern-gespannservice.de
TRG http://www.fahrzeugtechnik-schmidt.de
Tripteq http://www.tripteq.com
Ural http://www.ural.cc
Urech http://www.urechproducts.ch
Velorex http://www.jawa-teile.de
V-Triebwerk http://www.v-triebwerk.de
Waldmann http://www.karosseriebau-waldmann.de
Walter http://www.walter-motorradgespanntechnik.de
Warnke http://www.gespannbau.de
Wasp http://www.waspmotorcycles.com
Wastonian-Squire http://www.watsonian-squire.com
W-Tec/EML http://emltrike.com
Zoccoletto http://www.zoccolettoria.de

Auswahl der Umgebauten Motorradmarken:

BMW-Gespanne

Beliebt sind gleichermaßen die K- und R-Modelle. Bei den älteren Umbauten werden auch gerne noch die K 100 und K 75 umgebaut. Bei den Boxern werden die BMW-GS-Modelle am meisten umgebaut.

Dnepr-Gespanne

Fast ganz vom Markt verschwunden, ist die russischen Dnepr. Als Hilfestellung kannst Du bei uns auch einen für alle Gespanne verwendbaren Gebraucht-Kaufvertrag herunterladen.

Honda-Gespanne

Auch von Honda wird praktisch jedes Motorrad zum Gespannumgebaut. Besonders beliebt sind die GL/GoldWing-Modelle. Meistgefahrenes Fahrzeug ist hier vermutlich die 1500er Version.

Enduro-Gespanne

Auf Endurogespanne mit Staßenzulassung haben sich auch einige Hersteller spezialisiert. Fast immer werden dafür offene Seitenwagen verwendet.

Jawa-Gespanne

Auch die tschechische Marke Jawa hat noch treue Fans. Das einfach aufgebaute Motorrad wird meist mit einem Beiwagen der Marke Velorex betrieben.

Kawasaki-Gespanne

Bei den Kawasaki-Modellen sind es meist die Modelle mit den hubraumstarken Motoren mit sportlichem Charakter sowie Retro-Modelle.

Moto Guzzi-Gespanne

Moto Guzzi war vor allem in den 80er und 90er Jahres sehr stark. Doch auch die neuen Modelle finden wieder mehr und mehr Liebhaber.

MZ-Gespanne, MuZ-Gespanne

MZ oder MuZ als Gespann war einst das Volksgespann der DDR. Inzwischen ziehen hier für die Gebrauchten deutlich die Preise an. Mit etwas Pflege, sehr zuverlässig. Inzwischen fast Liebhaberstatus.

Roller-Gespanne

Auch Roller werden gerne umgebaut und mit einem gespanntauglichem Hilfsrahmen verschraubt. Verwendet werden sowohl die Hubraumboliden mit dicken Reifen, als auch die flinken 50er Modelle. Häufig zu sehen: Vespa-Gespanne und Suzuki-Burgman-Gespanne.

Suzuki-Gespanne

Die oft geringfügig preiswerteren Modelle von Suzuki haben unter den japanischen Motorradhersteller sicher (noch) den größten Marktanteil. Beliebt: auch der Supersportler Hayabusa mit Beiwagen.

Triumph-Gespanne

Auch von der englischen Marke Triumph werden immer wieder feine Gespanne hergestellt. Meist favorisiert: Triumph Retromodelle.

Ural-Gespanne

Ural hingegen kann über viele Händler neu und gebraucht bezogen werden. Ältere russischen Kombinationen sind auch beim Winterfahrer sehr beliebt.

Yamaha-Gespanne

Yamaha bietet für den Gespannfreund einige sehr interessante Modelle. In den vergangenen Jahren gerne gefahren und zu akzeptablen Preisen am Gebrauchtmarkt ist die XJ 900. Umbauten verteilen sich praktisch auf die ganze Modellpalette.

Oldtimer-Gespanne

Bei den Beiwagen findet man neben den vielen Modellen der Gespannhersteller auch oft Oldtimer-Nachbauten von Duna, Steib und Stoye.

Einsteiger-Gespanne

Besonders für Einsteiger ist es nicht leicht den Überblick zu behalten. Wertvolle Hilfe leistet hier in erster Linie der Motorrad-Gespanne-Katalog mit seinen vielen Bildern. Auch die Buchreihe “Fachwissen rund um das Motorrad mit Beiwagen” bietet wertvolle Informationen.(Die Verlinkung zu den Gespann-Herstellern, Gespann-Importeuren und Gespann-Händlern findest Du auf unserer Linkseite.)

Sonderausgabe zum 25. Jubiläum der Zeitschrift MOTORRAD-GESPANNE:
Gespannfahrer MagazinMG-Spezial, 124 Seiten, DIN A4 Format, über 300 Abbildungen, vierfarbig, Klebebindung
Preis: 22,50 Euro, zzgl. Versand
Bestellnummer: 80100
Erhältlich über den MG-Shop (hier auch ausführliche Infos dazu)
oder gerne auch per Telefon (06298 928884)

E-Mail-Kontakt: info@motorrad-gespanne.de

Lichttechnik

aus MOTORRAD-GESPANNE im Eigenbau

Hier ein kleiner Auszug aus dem Buch
“Motorradgespanne im Eigenbau”.

4.10 Lichttechnik

4.10.1 Scheinwerfer, Leuchten, Rückstrahler – Allgemeines –

Grundsätzlich dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein. Sie müssen vorschriftsmäßig und fest angebracht sowie ständig betriebsbereit sein. Die nach vorne wirkenden lichttechnischen Einrichtungen, also Scheinwerfer für Fernlicht und Abblendlicht, Nebelscheinwerfer und die Begrenzungsleuchten dürfen nur zusammen mit den Schlussleuchten und der Kennzeichenbeleuchtung einschaltbar sein.

Laut StVO müssen Motorräder wie auch Gespanne am Tage mit Abblendlicht fahren.

Zu den lichttechnischen Vorschriften der StVZO (§§ 49a ff.) finden für Motorradgespanne die Richtlinie 93/92/EWG sowie die ECE-Regelung Nr. 53 über den Anbau der Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen an Krafträdern und die ECE-Regelung Nr. 50 für die einheitlichen Vorschriften für die Genehmigung von Begrenzungsleuchten, Schluss, Bremsleuchten, Fahrtrichtungsanzeigern und Kennzeichenbeleuchtungen Anwendung. Außerdem müssen die ECE-Regelungen 1, 3, 8, 20, 37 und 57 beachtet werden.

Alle lichttechnischen Einrichtungen, also auch Glühlampen und reflektierende Mittel, müssen nach § 22a StVZO in amtlich genehmigter Bauart ausgeführt sein. Die Bauartgenehmigung (BG) sagt etwas über die Beschaffenheit der Einrichtung aus und teilt ein Prüfzeichen zu (z. B. Wellenlinie + K1234 für nationale BG oder z. B. E150R5678 für ein nach ECE R50 geprüftes Teil). Sie legt die Fahrzeugart fest, für die die Leuchte oder der Scheinwerfer zulässig ist und sagt auch etwas über Glühlampenbestückung und Anbringung aus.

Fahrzeugteile, die in amtlich genehmigter Bauart ausgeführt sein müssen, müssen auch mit einem Prüfzeichen gekennzeichnet sein. Diese Vorschrift kann entfallen, wenn nicht genehmigte Teile (die nicht in Deutschland gebaut worden sind) an Fahrzeugen verbaut werden, die außerhalb von Deutschland produziert wurden, und diese Teile nachweislich in ihrer Wirkung etwa den bauartgenehmigten gleicher Art entsprechen („In-Etwa-Wirkung“). Der Sachverständige kann, außer für Scheinwerfer, die In-Etwa-Wirkung feststellen; für Glühlampen gibt es keine In-Etwa-Wirkung.

Im folgenden Text werden im Buch die einzelnen lichttechnischen Einrichtungen beschrieben und die Anbau- und Ausführungsvorschriften nach StVZO, EG und ECE verglichen.

Schraubenlehre

von Matthias Mente

Jeder hat sie schon in der Hand gehabt. Viele haben schon über die kryptischen Bezeichnungen gerätselt: Die Schraube das unbekannte “Wesen”.
Welche Schraubentypen gibt es?

Welches Material, welche Festigkeit sollte beim Motorradgespann verwendet werden? Im Gegensatz zu Schweiß-, oder Nietverbindungen sind Schraubverbindungen lösbar. Schrauben sollen die zu verbindenden Teile mit so großen Kräften zusammenspannen, daß die Teile ohne sich zu verschieben bei allen Beanspruchungen ausreichend stark aufeinander gedrückt werden.

Das klingt zunächst nach Binsenweisheit, hat aber durchaus große Bedeutung: Schraubverbindungen sind auf Zugbeanspruchung und nicht auf Scherung ausgelegt. Hohe (Zug-)Spannung in der Schraube ist die beste Sicherung gegen Lockerung. Ist die Schraube bereits gelockert, wird sie auf (unzulässige) Scherung beansprucht. Das kann böse enden!

Allgemein sind ISO-metrische Schrauben üblich. Das heißt die Gewindeabmessungen sind nach DIN 13 genormt. Sind nun alle ISO-metrischen Schrauben beliebig untereinander austauschbar? Prinzipiell ja, es ist aber noch das Material und die Festigkeit zu beachten. Die Bezeichnung der Schrauben setzt sich zusammen aus:

1. Schraubennamen
2. Gewindebezeichnung, ggf. Feingewinde
3. Länge in mm
4. Norm
5. Festigkeitsklasse
6. ggf. Material und sieht dann beispielsweise so aus:
Sechskantschraube M12 x 1,5 x 80 DIN 960

Die Erklärungen der Reihe nach:

Schraubennamen

Im Gespannbau werden immernoch häufig Sechskant-, oder Zylinderschrauben verwendet. Bei den Zylinderschrauben wird noch zwischen Innensechskant und Schlitz unterschieden. Für einzelne besondere Einsatzfälle bei denen eine geringe Bauhöhe erforderlich ist, sind Flach-, oder Senkkopfschrauben vorgesehen.

Gewindebezeichnung

M steht für metrisches Gewinde. Die wichtigsten Gewindeabmessungen sind definiert durch den Nenndurchmesser in mm, sowie der Gewindesteigung in mm je Umdrehung.

Im obigen Beispiel liegt also ein metrisches Gewinde vor mit Nenndurchmesser 12 mm und einer Steigung von 1,5 mm (Feingewinde). Die Steigung wird normalerweise nur für Feingewinde angegeben. Das normale M12 Gewinde hat eine Steigung von 1,75 mm.
Feingewinde bieten durch die höhere Anzahl der Gewindegänge keine größere Zugfestigkeit, bestenfalls durch den geringfügig größeren Spannungsquerschnitt, jedoch nur marginal. Lediglich das Verhältnis Drehmoment / Klemmkraft wird per Feingewinde zugunsten der Klemmkraft optimiert.

Schraubenlänge

Die Schraubenlänge / Nennlänge bezieht sich auf die Schaftlänge, das Gewinde kann als Teilgewinde kürzer sein.

Schraubennorm

In der Norm sind Form und Ausführung des Schraubenkopfes und alle Abmessungen festgelegt.

Festigkeitsklasse

Diese Angaben finden wir auf dem Schraubenkopf eingeprägt. Im Fahrzeugbau werden nur Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8 oder höher (10.9, oder 12.9) eingesetzt. Die erste Zahl multipliziert mit 100 ergibt dabei die Mindestzugfestigkeit ?B in N/mm2.

Die Bezeichnung 8.8 bedeutet also, dass die Schraube mit einer Zugspannung von mindestens 800 N/mm2 belastet werden kann, bis sie bricht. Eine Schraube mit M12 Gewinde hat eine Querschnittsfläche von 74,3 mm2. Multipliziert man die Querschnittsfläche mit der angegebenen Zugspannung ergibt sich daraus in diesem Fall eine maximale Zugbelastung von 59440 N.

Diese Zahl stellt jedoch einen eher theoretischen Wert dar. Wäre die Belastung im Betrieb tatsächlich so hoch, würde die Schraube überdehnt und unbrauchbar. Daher wird als zweite Größe noch die Streckgrenze ?S angegeben.

Als Streckgrenze wird die Belastungsspannung angegeben, die maximal zu einer bleibenden Dehnung von 0,2% führt. Die zweite Zahl hinter dem Punkt gibt dann das 10fache des Verhältnisses Streckgrenze zu Mindestzugfestigkeit an. Wie so oft gilt auch hier: Je größer, desto besser.

Material

Standardmaterial für 8.8 und 10.9 Schrauben ist Stahl mit niedrigem oder mittlerem Kohlenstoffgehalt und Zusätzen (DIN 898 Teil 1). Für 12.9 Schrauben wird legierter Stahl verwendet.

Die Oberflächen können durch verschiedene Veredelungsverfahren, wie beispielsweise brünieren oder verzinken, bis zu einem gewissen Grad vor Korsossion geschützt werden. Dass dieser Schutz oft nicht von Dauer ist, wissen wir nur allzu gut. Galvanisch ZinkNickel, Zinklamelle oder im Motor Phosphatiert geölt sind bei Gespannen Stand der Technik.

Aluminium

Innensechskantschraube DIN 912Aluminium-Schrauben werden grundsätzlich eloxiert. Diese Eloxierung schützt zusätzlich gegen Korrosion und wird in verschiedenen Farben angeboten. Der Gewichtsvorteil von etwa 60% gegenüber Stahlschrauben ist nur mit Vorsicht zu genießen:

Die Streckgrenze liegt je nach Legierung um 25…50% unter der von Stahlschrauben. Damit bleibt der Einsatzbereich auf Motordeckelschrauben oder ähnlich gering beanspruchte Stellen beschränkt. Im Schrauber-Alltag überwiegen die Nachteile:

Schraubenköpfe werden leichter rund gedreht, die Bruchgefahr ist grösser, und das Gewinde muss mit Grafit eingestzt werden, da es sonst frißt. Interessant sind Aluschrauben eigentlich nur für Leute, die es gern farbig lieben.

Titan

Schskantschraube DIN 960Absolute Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse, 40% Gewichtsvorteil, Zugfestigkeiten bis zu 1250 N/mm2 und eine Streckgrenze von 800 N/mm2 würden Titan zum idealen Schraubenwerkstoff machen.

Mit etwa 6 Euro für eine M6 x 30 Innensechskantschraube ist Titan allerdings extrem teuer. Für die Einsparung eines Kilogramms müßten einige tausend Euro investiert werden.

Edelstahlschrauben

Zylinderschraube mir Schlitz DIN 84Edelstähle weisen geringere Verunreinigungen durch Phosphor, Schwefel und nichtmetrische Einschlüsse auf. Schrauben und Muttern aus nichtrostenden Stählen werden durch Buchstaben und Zahlen gekennzeichnet.

Beispiel: A2-70. A steht dabei für austenitische Stähle. Es gibt noch die Bezeichnungen C für martensitische-, und F für ferritische Stähle. Damit werden verschiedene Stahlgefüge bezeichnet.

A2 ist eines der meist gebräuchlichsten Werkstoffe aus denen nichtrostende Schrauben und Zubehörteile gefertigt werden. A4 ist bezüglich Korrosionsbeständigkeit ein höherwertiger Werkstoff als A2. Man spricht häufig auch von den Marken-Bezeichnungen “NIRO”, “NIROSTA”, “INOX”, und von der Materialbezeichnung “Chrom-Nickel-Stahl” wenn man Edelstahl im allgemeinen meint.

Die nachfolgenden Zusatzzahlen kennzeichnen die mechanischen Eigenschaften. Besonders beachtenswert sind hier wieder die Festigkeitsklassen. Abweichend von DIN 898 Teil 1 werden Schrauben aus nichtrostenden Stählen in den Festigkeitsklassen 50, 70 und 80 gefertigt. Die Angabe A4-70 auf dem Schraubenkopf bedeutet dann eine Zugfestigkeit von 700 N/mm2.

Edelstahlschrauben dehnen sich allerdings stärker als Schrauben aus Standard-Stahl. Mit einer Streckgrenze von 450 N/mm2 liegen diese Schrauben noch unterhalb einer handelsüblichen 8.8 Schraube (Tabelle 1). Dies muss bei der Verwendung berücksichtigt werden. Hochbelastete Teile wie Bremswiderlager sollten nicht durch Edelstahlschrauben gehalten werden.

Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, empfehlen wir die Seite http://www.schrauben-lexikon.de/td3-werkstoffe-stahl.asp

Aerodynamik

von Reiner Nikulski

Ein Beitrag aus MOTORRAD-GESPANNE Nr. 88 und 89.
Die Kurvendiagramme zur Analyse sind nicht abgebildet.

Die Aerodynamik wird bei Gespannen kaum berücksichtigt.
Die Hersteller entwickeln die Form ihrer Beiwagen “aus dem Bauch heraus”, und eine Stromlinienform entspricht eher dem Geschmack des Designers als dass sie wissenschaftlichen Grundsätzen standhalten kann.

MOTORRAD-GESPANNE macht Schluss mit Mutmaßungen und Phrasen. Wir betrachten die Gespanne unter dem Aspekt der Aerodynamik.

Achtzig Jahre nach dem Auftauchen der ersten Stromlinienfahrzeuge sind heutige Automobile aerodynamisch konsequent durchentwickelt.

Allerdings hat dieses Streben nach kleinem cw-Wert zu einer schablonenhaften Formgebung geführt.

Windkanalbilder: Im Windkanal wird das Ruko-Hayabusa-Gespann auf die Strömungsverhältnisse untersucht. An der Rauchfahne ist deutlich zu sehen, wie die Luft den Beiwagen umströmt. Im Heck bildet sich ein kleiner Wirbel. Aber insgesamt ist die Form des Beiwagens sehr strömungsgünstig modelliert. Das aerodynamische Grundkonzept des Beiwagens von Jürgen Mayerle wird somit bestätigt.

Die früher so markanten „Gesichter“ der Autos sind verschwunden, die verschiedenen Modelle oft nur noch an Details zu erkennen. Ganz anders ist die Situation bei Motorradgespannen.

Viele Hersteller und Heimwerker verwirklichen nach Herzenslust ihre eigenen Design- und Funktionsvorstellungen. Doch gerade bei modernen Gespannen sind für hohe Spitzengeschwindigkeiten immer noch sehr große Motorleistungen erforderlich. Aber alles weist darauf hin, dass dabei der Aerodynamik sehr wenig Beachtung geschenkt wird.

Den Anstoß für die beschriebenen Messungen gab Jürgen Mayerle. Bei der Verwirklichung seines Hayaruko-Traumgespannes (Titelgeschichte in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 74) hat er gezielt eigene Ideen zur Führung der Luft am Seitenwagen verwirklicht. Um das Ergebnis bewerten zu können, wurde der Luft- und Rollwiderstand von insgesamt zehn Gespannen ermittelt.

Die Messmethode

Das Einmieten in einen Windkanal ist für die kleinen Gespannbaubetriebe finanziell nicht möglich. Es gibt jedoch eine höchst einfache Methode, die auch schon die Stromlinienpioniere in den 20er Jahren benutzt haben: Ausrollmessungen.

Diese müssen zwar wegen der Wetter- und Umweltbedingungen sehr sorgfältig durchgeführt und bewertet werden, geben dafür aber das Fahrzeug im realen Fahrbetrieb wieder. Insbesondere der Einfluss der in der Realität sich drehenden, in den meisten Windkanälen dagegen stehenden Räder dürfte bei Gespannen mit den breiten, frei im Wind stehenden Vorderrädern relativ groß sein.

Das Prinzip dieser Ausrollmessungen hat Mathias Mente in seinen Aerodynamik-Beiträgen in MOTORRAD-GESPANNE Nr. 53 bis 56 sehr schön beschrieben, so dass es hier nicht wiederholt werden muss. Hier sei nur noch einmal kurz die Grundgleichung für den Fahrwiderstand in der Ebene gezeigt, und zwar in der alten, absolut nicht normgerechten, aber äußerst praktischen Form:

Darin sind:

Nlr – Luft- und Rollwiderstandsleistung in PS
m – Masse des Fahrzeuges in kg inklusive des Anteil der rotierenden Massen
a0 – Rollwiderstandsbeiwert der Reifen
ro – Luftdichte in kg/m³
A – Frontquerschnittsfl äche des Fahrzeuges in m²
cw – Luftwiderstandsbeiwert
v – Geschwindigkeit in km/h

Die Größen cw und A werden oft zusammengefasst als Faktor cw · A angegeben. Dieser beinhaltet auch die Fahrzeuggröße und ist somit ein Maß für den gesamten Luftwiderstand, während der Luftwiderstandsbeiwert ein Maß für die aerodynamische Güte ist.

Bei Landfahrzeugen liegen die Zahlenwerte von cw und cw · A oft in der gleichen Größenordnung, so dass diese leicht verwechselt werden können! Werden die konstanten Werte der Gleichung zu Faktoren zusammengefaßt, so ergibt sich die relativ einfache Form:

Nlr = s · (v/100) + t · (v/100)³

wobei nun Faktor s nur vom Rollwiderstand und Faktor t nur vom Luftwiderstand abhängig sind. Der Geschwindigkeits- und Verzögerungsverlauf der Ausrollmessung wird mit einem Datenspeicher aufgezeichnet und daraus die momentan wirkende Verzögerungsleistung berechnet. Sie entspricht beim Ausrollen der Luft- und Rollwiderstandsleistung.

Die entstehenden Kurven von vier Hin- und Rückfahrtmessungen mit der Hayaruko sind als Beispiel im Diagramm über der Geschwindigkeit dargestellt. Es sind die blauen, unruhig verlaufenden Kurven.

Darüber ist eine Ausgleichskurve nach dem Prinzip der kleinsten Fehlerquadrate gelegt. Dabei ist es wichtig, dass die Ausgleichskurve nur einen linearen und einen Anteil der 3. Potenz aufweist.

Es dürfen also nicht einfach die Trendlinienfunktionen gängiger Programme verwendet werden. Die Streuung der vier Einzelmessungen ist sehr gering, und die rote Ausgleichskurve trifft die gemessenen Kurven sehr gut. In der Zeile Formel ist die Gleichung der Ausgleichskurve dargestellt.

Und hier zeigt sich der Vorteil der alten Gleichungsform aus dem „Vor-Taschenrechner-Zeitalter“. Beim Einsetzen von 100 km/h wird sowohl der Faktor (v/100) als auch der Faktor (v/100)3 zu 1.

Somit geben die ausgerechneten Faktoren automatisch die erforderlichen Leistungen bei 100 km/h an. Aus diesen Faktoren lassen sich nach obiger Gleichung leicht die gewünschten Werte a0 und cw · A errechnen.

Bei der Hayaruko werden also bei 100 km/h 5,3 PS für den Roll- und 20,9 PS für den Luftwiderstand benötigt. Bei hohen Geschwindigkeiten sinkt der Anteil des Rollwiderstandes drastisch, so dass der Fahrwiderstand dann fast ausschließlich vom Luftwiderstand bestimmt wird.

Nach diesem Verfahren wurden innerhalb der letzten acht Jahre unzählige Messungen durchgeführt. Es liegt somit eine relativ große Erfahrung bezüglich Streuung, Wetterbedingungen und sonstiger Einflüsse (z.B. Fahrerbekleidung !) vor.


Was ist eigentlich ein cw-Wert?

Man stelle sich ein an einem Ende geschlossenes Rohr vor, daß mit dem offenen Ende in einen Luftstrom gehalten wird. Die eintretende Luft kann nicht aus dem Rohr entweichen und wird bis zum Stillstand heruntergebremst.

Dadurch entsteht ein Staudruck, der durch die Bernoullische Gleichung berechnet werden kann:

P_st = ro/2 · v²

Darin sind:
Pst – Stau- oder statischer Druck
ro – Dichte der Luft
v – Luftgeschwindigkeit

Damit zeigt sich schon die wichtigste Eigenschaft der Aerodynamik.

Alle wirkenden Drücke und Kräfte wachsen mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Der hohe Kraftbedarf bei hohen Geschwindigkeiten ist also schon rein physikalisch vorbestimmt. Der entstehende Staudruck übt eine Kraft F_st auf das Rohr aus, die umso größer ist, je größer die Querschnittsfläche A des Rohres ist:

F_st = ro/2 · A · v²

Im Weiteren stelle man sich nun seitlich in das Rohr angebrachte Bohrungen vor. Ein Teil der einströmenden Luft kann nun durch diese Bohrungen entweichen. Der Staudruck wird nicht mehr in vollem Umfang aufgebaut. In die Bernoulli-Gleichung wird ein zusätzlicher Faktor eingeführt, der „Luftwiderstandsbeiwert cw“:

F_st = ro/2 · cw · A · v²

Er beschreibt, der wievielte Teil des theoretischen Staudruckes bei der Um- oder Durchströmung eines Körpers wirksam ist. Er kann somit als aerodynamischer Gütemaßstab verwendet werden. So wird z.B. bei einem cw-Wert von 0,3 nur 30 % des theoretischen Staudruckes erreicht.

Wie können dann aber cw-Werte über 1 entstehen? So hat z.B. ein konventioneller Fallschirm einem cw-Wert von 1,35. Dort strömt die eintretende Luft unten teilweise wieder aus dem Schirm heraus, und zwar gegen die Fallrichtung. Durch diese Rückströmung wird die Differenzgeschwindigkeit der Luft größer als die Fallgeschwindigkeit, was dann einfach durch einen größer werdenden cw-Wert berücksichtigt wird.


Im folgenden klären wir die Frage, ob ein D-Rad-Gespann der 20er Jahre einen schlechteren cw-Wert als ein EML-Beiwagen hat und berechnen die ketzerische Frage, ob ein modernes Straßengespann die 200 km/h-Marke knacken kann. Die Ergebnisse sind überraschend.

D-RAD – STEIB

Das Gespann aus den Urzeiten des Seitenwagenbaus liegt mit cw=0,90 durchaus noch am oberen Rand des Streubereiches heutiger Fahrzeuge. Die breitbeinige Sitzposition, der sehr breite Lenker und die freiste- hende Scheibe am Seitenwagen verhindern wahrscheinlich bessere Werte. Die mittelgroße Frontquerschnittsfläche und der hohe Rollwiderstand der Stollenreifen erzeugen insgesamt recht hohe Fahrwiderstände, was bei den verfügbaren 12 PS Spitzenleistung besonders schmerzlich sein dürfte.

MZ ETZ 250 – MZ SUPERELASTIC

Der Luftwiderstandsbeiwert liegt mit cw =0,86 ebenfalls im oberen Bereich. Die kantige Front der Seitenwagenhaube erzeugt wohl schon ganz vorne die ersten Wirbel. Wegen der großen Bodenfreiheit gelangt eine große Luftmenge unter den Seitenwagen. Diese trifft auf Höhe des Rades auf den kantigen Querträger des Rahmens, der die freie Durchtrittsfläche erheblich vermindert. Die tiefe Sitzposition des Fahrers mit angezogenen Knien und hohem Lenker dürfte aerodynamisch auch kein Optimum darstellen. Durch die sehr kleine Frontquerschnittsfläche ergibt sich aber doch noch ein recht niedriger Gesamtluftwiderstand.

HERCULES W 2000 – MZ/BOBBY

Über dieses Gespann liegt die meiste Erfahrung vor, weil es als Bastelobjekt in etlichen Jahren den Spieltrieb seines Besitzers über sich ergehen lassen musste.
Es weist mit gleichem Superelastic-Seitenwagen gegenüber dem vergleichbaren MZ-Gespann folgende Änderungen auf:

  • Lenkerverkleidung Speed 7
  • MZ-Haube ersetzt durch Vorderteil des Schöne-Linie-Bobby-Bootes
  • langgezogener Seitenwagenrad-Kotflügel, enthält gleichzeitig Batterie und Staufach
  • Verkleidung des Seitenwagenrahmens im Unterbodenbereich. Bei jeder einzelnen dieser Maßnahmen war keine Verbesserung des Luftwiderstan- des meßbar. Die Summe aller vier Umbauten zusammen scheint jedoch Wirkung zu zeigen. Der cw-Wert ist mit 0,77 rund 10% besser als bei der MZ.
  • In der Praxis sind die meisten dieser Änderungen allerdings nicht spürbar. Der Einfluss von Gegen-, Rücken oder auch Seitenwind (!) überwiegt bei weitem.
  • Überraschend ist, dass der Luftwiderstand mit „Schmiermaxe“ im Boot um nur rund 10% steigt. Das Frontfoto macht aber klar, dass gerade mal Schultern und Helm des Beifahrers über die ursprüngliche Kontur hinausragen und die Frontquerschnittsfläche nur um eben diese 10% ansteigt. Der Luftwiderstandsbeiwert bleibt fast gleich.
  • Auffällig ist der starke Einfluss der Fahrerbekleidung. Er scheint sich hier aber durch die ungünstige Luftströmung besonders stark auszuwirken. Von der oberen Kante der Cockpitverkleidung ausgehend, teilt sich der Luftstrom vor dem Fahrerhelm. Nur ein Teil fließt wie gewollt nach oben weg. Der andere Teil wird nach unten geleitet.
    Der im Winter zuerst auskühlende Brustbereich des Fahrers sowie auf die Oberseite des Tanks geklatschte Mückenlarven im Sommer bestätigen dies eindrucksvoll. Diese Luft fließt dann seitlich unter den Armen hindurch nach hinten, wodurch wohl der große Kleidungseinfluss entsteht. Ein Teil der Luft fließt jedoch sogar über den Tank hinweg nach vorne, wie ein gelöster, nach vorne unter die Cockpitscheibe flatternder Spanngurt verriet.
  • Eine zusätzlich auf die Cockpitscheibe gesetzte nur 15 cm hohe Scheibe senkte den Luftwiderstand um 5%. Beugt sich der Fahrer dann noch leicht an die Scheibenkante vor (nicht liegend) fällt der Luftwiderstand sogar um 9%! Der Fahrer sitzt also hier zu weit von der Scheibe entfernt und ragt zu weit über diese hinaus. Vermutlich ist das auch bei vielen anderen Verkleidungen der Fall. Es darf nicht der Fehler gemacht werden, die einzelnen Verbesserungen zu addieren, also z.B.: Lederlacke -7% und kleine Zusatzscheibe -5% gibt in Kombination eine Verbesserung von 12%. Wenn nämlich durch die hohe Scheibe weniger Luft in den Tankbereich kommt, wird auch der Einfluss der Kleidung nicht mehr so groß sein. Wegen dieser Wechselwirkungen sind Vorhersagen über die Wirkung von Änderungen sehr schwierig.

BMW R 60 – URAL

Als Naked Bike durchaus vergleichbar, fällt der mit cw=0,72 um 16% bessere Wert gegenüber der MZ auf (gleicher Fahrer mit gleicher Kleidung). Der glattflächig verkleidete Motorblock der BMW, das im Ver- hältnis zur Länge flache Ural-Boot und die Sitzposition des Fahrers wirken sich wohl positiv aus. Eine Scheibe am Seitenwagen bei gleichzeitig entfernter Abdeckplane verschlechtert den cw-Wert um 10%. Zusammen mit der größeren Frontquerschnittsfläche ergibt sich damit ein um 19% höherer Gesamtluftwiderstand. Dies kostet bei 100 km/h rund 3,5 PS! Der SW-Passagier sitzt zudem relativ weit hinter der Scheibe. Wenn die Erfahrung mit der Cockpitscheibe an der Hercules übertragbar ist, sitzt er voll in der Wirbelschleppe der Scheibe. Damit ist der Sinn einer solchen Scheibe vollends fraglich. Wie ist die Erfahrung von Beifahrern?

BMW R 100 – WASP GELÄNDE

Wie erwartet, erreicht das Geländegespann mit stattlichen cw=1,08 den absoluten Höchstwert. Der am Seitenwagen innerhalb des Haltebügels montierte Stein- schlagschutz stellt eine im Wind stehende Platte dar, der dahinter auch noch die kan- tige Alu-Sitzkiste folgt.
Da die Frontquerschnittsfläche aber mit A=1,28 m2 fast das niedrige MZ-Niveau erreicht, ist der Luftwiderstand cw*A sogar noch im Mittelfeld zu finden. Fairerweise muß natürlich gesagt werden, dass der Sinn eines solchen Fahrzeuges nicht ist, stundenlang hohe Dauergeschwindigkeiten auf Autobahnen zu fahren.

BMW R 100 RT – EML TOUR

Eine unerwartete Überraschung ergab sich beim beliebten Tourengespann der 80er Jahre. Das Fahrzeug wurde vom Besitzer meist ohne das SW-Dach gefahren. Eine rundumlaufende Scheibe umgibt den Seitenwagenpassagier. Auch hinter der Sitzlehne ist vor der Kofferraumklappe eine Heckscheibe mit gleicher Höhe vorhanden.
In diese tiefe Sitzhöhle wirbelt es offenbar kräftig hinein, denn der ermittelte cw-Wert von 0,95 lag enorm hoch. Durch Aufsetzen des 30 cm hohen Stoffdaches erhöhte sich die Frontquerschnittsfläche um 10%. Der cw-Wert sank jedoch gleichzeitig so stark ab, dass sich der Gesamtluftwiderstand cw*A um 9% verminderte!

BMW K100 RS – SCHÖNE LINIE TWISTER

Die Vollverkleidung der BMW K-RS macht einen kompakten, glattflächigen Eindruck und umschließt dennoch in der Frontansicht den Fahrer zum größten Teil. Die ansteigende Linie des Twister-Seitenwagens erinnert fast ein bißchen an die keilförmigen Lotus-Rennwagen der 70er Jahre.
Bei unbesetztem Seitenwagen unterbricht auch die ebenfalls ansteigende Abdeckplane die- se Linie nicht. Lediglich die Frontscheibe steht frei im Wind. Es wird ein cw-Wert von 0,78 erreicht. Diese Kombination scheint eine gute Basis für niedrigen Luftwiderstand zu sein. Ohne die freistehende Scheibe wäre möglicherweise ein noch niedrigerer cw-Wert erreichbar gewesen.

BMW K 1100 LT – EML GT 2000

Diese Kombination stellt den Spitzenreiter an Leistungsbedarf. Satte 570 kg Mess- gewicht mit Fahrer und eine mit einem VW Käfer vergleichbare Frontquerschnittsfläche von 1,8 m² ließen nichts anderes erwarten. Ein verhältnismäßig hoher cw-Wert von 0,87 verschärfte die Situation noch.

 

SUZUKI GSX 1100 G – EML GT 2001

Bei ähnlich hohem cw-Wert wie die BMW K 1100 LT erreicht das unverkleidete Motorrad mit dem gleichen Seitenwagen einen entsprechend der geringeren Frontquerschnittsfläche geringeren Gesamtluftwiderstand.

EML GT

Sowohl mit Naked Bike als auch mit Vollverkleidung werden mit dem EML GT 2000/2001 nur unverhältnismäßig hohe cw-Werte erreicht. Der Seitenwagen hat also vermutlich einen nicht unerheblichen Anteil daran. Dies überrascht zunächst mal, da doch gerade der GT so glattflächig aussieht.
Lediglich die steile Frontscheibe und die nach links gezogene spitze Nase fällt auf. Strömungen um eckige oder gar spitze Kanten sind in der Strömungslehre höchst unerwünscht. Aber ob das so viel ausmachen kann?

SUZUKI HAYABUSA-RUKO SCHÖNE LINIE F1

Da das F1-Boot ursprünglich ein Einzelstück bleiben sollte, setzte Schöne Linie bei der Konzeption des Prototyps ohne Rücksicht auf Kosten und Aufwand folgende Punkte zur Aerodynamikverbesserung um:

  • Lange glatte Flächen sorgen dafür, dass der Luftstrom sauber an der Karosserie anliegt
  • Durch die spitze Form des Bootes wird die Luft auch zur Seite verdrängt
  • Minimaler Zwischenraum zwischen Motorrad und Boot
  • Lufteinlass unten links, um die Luftwirbel zwischen Motorrad und Boot zu beruhigen
  • Luftabrisskante bei offenem und geschlossenem Verdeck
  • Frontflügel für Abtrieb
  • Diffusor für Abtrieb
  • Lufteinlass unten rechts zur Kühlung der Seitenwagenbremse
  • Lufteinlass unten mittig zur Kühlung von Katalysator und Auspuff
  • Lufteinlass oben rechts und links zur Belüftung des Innenräume

Es kam also neben der reinen Luftwiderstandsverminderung vor allem auch auf eine Minimierung des Auftriebes an, was bei den zu erwartenden hohen Geschwin- digkeiten sicherlich eine wichtige Sache ist. Durch glückliche Umstände war es möglich, das Gespann in einem Windkanal zu vermessen.

Das Boot erzeugte hierbei sogar einen Abtrieb. Der bei den Vergleichsmessungen ermittelte cw-Wert liegt mit 0,78 an der unteren Grenze der ermittelten Werte.
Die zerklüftete, rechts neben dem Vorderrad vollkommen frei im Wind liegende Radaufhängung mit der riesigen Bremsanlage und dem großen Federbein dürfte jedoch kräftige Wirbel erzeugen, so dass die eigentlichen Qualitäten des Bootes möglicherweise etwas überdeckt werden.
Für die späteren RF1 Serienboote wurden aufgrund des schon erwähnten Bauaufwandes der Unterboden und die Proportionen verändert, so dass die Ergebnisse nicht direkt darauf übertragbar sind.

INTERESSANT SIND AUCH DIE FOLGENDEN AUSWIRKUNGEN:


ÜBERSICHT

Im Diagramm „Fahrwiderstand Motorradgespanne“ sind zum direkten Vergleich nochmals die Fahrwiderstandskurven aller gemessenen Gespanne über der Geschwindigkeit dargestellt (siehe unten). Es bilden sich zwei voneinander entfernt liegende Bereiche aus.

  • Im dem Unteren finden sich die MZ, die Hercules und die BMW/Ural. Diese holen sich den Vorteil des geringeren Luftwiderstandes aber nur durch geringe Frontquerschnittsfl ächen, hauptsächlich wegen des fehlenden Dachaufsatzes.
  • Der obere Bereich stellt das Streuband von modernen Gespannen dar, die durchweg größer und schwerer geworden sind. Die obere Grenze bildet das Luxus-Tourengespann BMW K – EML GT2000. An der unteren Grenze liegen fast deckungsgleich die Hayaruko und BMW K – Twister. Beide Seitenwagen kommen aus dem Schöne-Linie-Stall, in dem wie schon erwähnt der Aerodynamik große Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dies scheint sich auszuzahlen.

Im Mittel liegen die Luftwiderstandsbeiwerte cw bei ca. 0,8. Damit ist man auf dem Stand von Automobilen der 1920er Jahre. Ob man je die Werte von heutigen Autos erreichen wird, erscheint fraglich, da schon die Grundform eines Gespanns (breit, hoch, relativ kurz) eine auserst ungunstige aerodynamische Voraussetzung darstellt. Deutliche Verbesserungen mussten dennoch im Bereich des Moglichen liegen. Sie sind auch dringend notwendig, wie eine genauere Analyse von Detailergebnissen zeigt.

BENZINVERBRAUCH

Wie auch aus der Praxis bekannt, sind für hohe Geschwindigkeiten hohe Leistungen erforderlich. Diese konnen nun aber genauer quantifiziert werden. Fur 120 km/h braucht z.B. das große BMW-K-LT Gespann rund 50 PS am Hinterrad, das erfordert etwa 58 PS am Motor. Auch bei modernen Motoren kann man in diesem Betriebsbereich mit einem Wirkungsgrad von hochstens 30% rechnen. Das entspricht einem spezifischen Verbrauch von 210 g/PSh. Damit mus das grosse Gespann bei einem Schnitt von echten 120 km/h aber 14 l/100 km verbrauchen! Bei der aerodynamisch gunstigeren BMW K RS mit Twister-Seitenwagen ist der entsprechende Verbrauch mit 11,6 l/100 km schon spürbar günstiger.

Überdeutlich stellt sich der mit steigender Geschwindigkeit stark steigende Leistungs- bedarf im Verbrauch dar. Bei nur 10 km/h niedrigerer Durchschnittsgeschwindigkeit (110 km/h) sinken die entsprechenden Verbrauchswerte auf 12,1 l/100 km bei der K-LT und 9,9 l/100 km bei der K-RS. Die manchmal berichteten Monsterverbrauche sind also durchaus glaubhaft.

GRENZE DER LEISTUNGSÜBERTRAGBARKEIT

Im Diagramm sind neben der ermittelten Fahrwiderstandskurve noch die in den sechs Gängen am Rad zur Verfugung stehenden Leistungen der Hayaruko aufgetragen:

Die Fahrwiderstandslinie schneidet sich mit dem Leistungsangebot bei 185 km/h. Dies ist die theoretische Höchstgeschwindigkeit des Gespannes bei Windstille in der Ebene. Nun hat man das Gespann aber schon mit Tacho 220 gesehen. Wie paßt das zusammen? Bei diesen 185 km/h zerren die 145 Pferde mit einer Längskraft von 2080 N (212 kg) am Hinterreifen.

Auf dem Hinterrad lastet eine Gewichtskraft von 2450 N (250 kg). Der Reifen hat also in diesem Zustand einen sogenannten Reibwert ƒÊ von 2080/2450 = 0,85. Die Linie des ƒÊ = 0,85 Wertes ist ebenfalls im Diagramm eingezeichnet. Bei diesem Reibwert hat der Reifen aber laut Kennlinie schon einen Schlupf von über 12%. Das Hinterrad dreht also bei diesen realen 185 km/h mit über 207 km/h!

Da das Tachosignal am Getriebe abgenommen wird, liegt also die genannte Tachoanzeige durchaus im Bereich des Möglichen. Unnötig zu erwähnen, das der Reifen das nicht lange mitmacht. Spinnen wir diese Geschichte aber mal weiter.

Fur echte 210 km/h wären 205 PS am Hinterrad notwendig. Die dazu notwendige Motorleistung von ca. 240 PS konnte möglicherweise schon in naher Zukunft verfügbar sein. Dann aber ware der Hinterreifen mit ƒÊ=1,05 belastet. Das ist jedoch das Alleräuserste, was ein Reifen unter optimalen Vorraussetzungen bringen kann. Wahrscheinlicher ist aber, das das Rad schlichtweg durchdreht.

Die Leistung kann nicht mehr ubertragen werden. Schnelle Gespanne haben ihre Grenzen erreicht. Die (wirkliche) 200-km/h-Grenze ist vermutlich noch von keinem Straßengespann geknackt worden. Wahrscheinlich wird diese Vermutung heise Diskussionen auslösen.

Es sind drei Möglichkeiten denkbar, um diese Grenzen weiter hinauszuschieben:

  • Deutliche Erhöhung des Gewichtes auf dem Antriebsrad. Eine höchst unerwünschte Lösung für das ohnehin schon nicht gerade leichte Gespann.
  • Permanenter Seitenwagenantrieb: Ist mit einem großen Zusatzaufwand verbunden, der die Getriebeverluste und das Gewicht erhöht und zusätzlichen Raum im Bootsbereich beansprucht.
  • Verminderung des Luftwiderstandes: die eleganteste Lösung.

Zusammenfassung

  • Die Luftwiderstandsbeiwerte der gemessenen Gespanne liegen im Bereich von cw=0,72…1,08 und sind damit absolut unzeitgemäß.
  • Häufig verbreitete niedrige Cockpitscheiben sind bei normaler Fahrerposition wirkungslos und können bei Rückwirbelbildung sogar nachteilig sein.
  • Freistehende Frontscheiben am Seitenwagen verursachen heftige Wirbel und verschlechtern die Aerodynamik deutlich. Sind sie zu weit vorne angebracht, ist auch die eigentliche Schutzwirkung fraglich.
  • Die häufig beobachteten sehr hohen Verbrauchswerte werden durch die schlechte Aerodynamik verursacht. Sie sind keineswegs unrealistisch.
  • Hochgeschwindigkeitsgespanne sind an der Grenze ihrer Leistungsübertragung angelangt. Eine weitere Steigerung der Geschwindigkeit wird bei konventionellen Konzepten nur durch eine Verbesserung der Aerodynamik möglich sein.