MOTORRAD-GESPANNE 179

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INHALTSVERZEICHNIS  September/Oktober 2020, Ausgabe 179
MG 179-Inhaltsverzeichnis
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TITELGESCHICHTE

Neuer Hersteller: Saxonia
Unter dem Namen „Saxonia“ werden zukünftig komplette Gespanne die Wünsche-Bootswerft verlassen. Vorstellung und Fahrbericht von drei Umbauten.

VORSTELLUNG / EIGENBAU

Sixpack: BMW K 1600 GT von LBS
Ursprünglich für die GS-Vierventiler konzipiert, passt der LBS-Beiwagen „Stepler“ auch an die K 1600 GT. Eine Frage des Einsatzzweckes und des Geschmacks.

Wüstenkrieger: Royal Enfield von Gössele
Im Wüstenlook präsentiert Gössele seinen rustikalen Royal-Enfield-Umbau „Desert Storm“.

Fein gemacht: DR Big mit Ural-Boot
Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Blick auf eine edle Suzuki DR 750 S mit Ural-Boot.

Hundeschlitten: Schwenker mit Eigenbauboot
Für den geliebeten Vierbeiner passt Carsten seinen Schwenker mit einer selbstgefertigten Karosserie an.

Euro: ef-tech macht weiter
Fast wäre der Euro von Mike Ott verschwunden. Dank ef-tech ist das Boot wieder zu haben.

GESPANN-WELT

Nachrichten
Neuproduktion der Beiwagenscheibe von Beringer-Orion | KTM-Buch, Lesestoff für alle Orange-Verstrahlten | Vorführung: „Max & Max in Mongolia and Siberia“ | Förderung und Zuschüsse für E-Motorräder | Namensänderung: Das Meteor-Boot von Watsonian wird zu Prescott | Blitzer-Apps: Legal, illegal, oder doch egal? | Wegen Euro 4: Chang Jiang leistungsreduziert | Keine Intermot 2020 | Sidecar-Racing

SERVICE

Visier-Regenabweiser
Klare Sicht steht bei Regen ganz oben auf unserer Wunschliste. Mit unseren Freunden von der MOTORRAD NEWS testen wir sechs chemische Regenabweiser fürs Visier.

TECHNIK

Restaurierung einer Ural 650
In der Fahrschule machte gleich die Frage die Runde: „Was wollt ihr Euch denn zulegen?“ Alle standen auf die angesagten Nakedbikes. Nur die Antwort von Marvin verblüffte: „Ein Ural-Gespann.“

Digitaler Gespann-Simulator
Christoph Koulen hat mit einem Gespann-Simulator erstmals die Besonderheiten des Gespannes anschaulich in eine visuelle Form gebracht. Ein theoretischer Ansatz mit Aha-Effekt.

SZENE

Gespann-Geocaching
Weite Reisen sind unsicher geworden in diesen Tagen. Aber mit ein wenig Fantasie finden wir unsere Gespann-Abenteuer auch vor der Haustür: Wir gehen mit der Ural Classic auf digitale Schnitzeljagd.

Ohne Fleiß kein Verschleiß
Schon 1988 hatte Heribert Ruchte in MG vom neuen EZS TP II gelesen. Zehn Jahre später baute er den niederländischen Beiwagen an seine BMW K 100 RT. Inzwischen hat die K 180.000 Kilometer gelaufen.

DAMALS

Ducati-Renngespann
Ducati-befeuerte Renngespanne gehören zu den Raritäten – auch in der DHM. Wir besuchten das Team Fett/Riebel, die sehnsüchtig dem ersten Test ihrer Neukonstruktion entgegenfiebern.

REISE

Hessen: Durch den Knüll
Regina Müller nimmt uns mit auf einen Ausflug durch den Knüllwald und hinter die Kulissen der TV-Sendung „Herrliches Hessen“ des Hessischen Rundfunks.

STANDARDS

Leitartikel
Briefe unserer Leser
Gespann-Nachrichten
Termine und Gespannfahrertreffs
Gespannfahrershop
Der Gespann-Anzeigenmarkt
Vorschau auf die nächste Ausgabe


 (Vorweg)

Es läuft gut!

bg

Im letzten halben Jahr wurde allerorten über die Nach-Corona-Zeit spekuliert. So, wie es derzeit aussieht, ist es angemessener, wenn wir uns stattdessen über die Mit-Corona-Zeit Gedanken machen. Mir persönlich ist das auch sympathischer – ist es doch deutlich näher an der Gegenwart.

Bei den Gespannherstellern ist die Auftragslage unverändert gut. Ja, manche berichten sogar von vermehrten Anfragen zum Umbau. Im Trend sind weiterhin Designs und Formen der 50er bis 70er Jahre, und die Palette der Zugmaschinen mit optischen Anleihen an Oldies wächst stetig.

Wer ein solches Motorrad ins Auge fasst, profitiert mehrfach: Die Retrowelle ist nicht getrieben von maximaler Motorleistung, aufwendige Umbauten sind nicht erforderlich. Und ein solches Motorrad kann entspannt mit Telegabel bewegt werden, raumgreifende Großbeiwagen werden seltener angeschraubt.

Auf dieser Retrowelle schwimmen vor allem die neuen Gespannbauer. Dazu gehören André Blenk mit seiner Ural-Vertretung, Dieter Gössele von Gespannbau Gössele sowie Robert Waldmann und Sven Altmann von Saxonia-Gespannbau. Dabei kann man den Mut dieser Unternehmer nicht hoch genug einschätzen.

Für die professionelle Gespann-Fertigung sah die Prognose vor einigen Jahren nicht so gut aus. Vor allem die Fortschritte in der Elektronik – die uns zunächst begeisterten – reduzieren die Wahl der Gespannmanufakturen.

Der Wunsch nach leistungsstarker Hightech kann nur noch von Gespannbauern mit immenser Erfahrung und Wissen umgesetzt werden. Dabei sind die Hersteller unserer Zugmaschinen Getriebene im Technologie-Wettbewerb.

Da ist es kein Wunder, wenn sie uns als Kunden immer mal wieder aus dem Blickfeld verlieren. Ich denke da an verschiedene elektronische Helfer, die ein normaler Motorradfahrer nie wirklich braucht. Die aber das System Motorrad immer komplizierter machen.

Es ist bequem, wenn man nicht mehr alle paar tausend Kilometer an einem Unterbrecher fummeln muss. Aber wenn es nahezu unmöglich wird, selbst zu basteln…?

Bei allen Segnungen modernster Technik, gerade das gelegentliche Basteln und Schrauben an meinem Gespann ist das Salz in der Suppe und bietet mir einen emotionalen Mehrwert. Bin ich da zu sehr Old School oder siehst du das ähnlich?

Die neuen Gespannhersteller machen es richtig, wenn sie sich zunächst aus der High-End-Technik heraushalten und auf erschwinglichen Fahrspaß konzentrieren. Saxonia ist eines dieser jungen Unternehmen. Gleich drei Gespanne haben wir bei unserem Besuch in Kamenz angeschaut und gefahren.

Aber es werden auch Hightech-Boliden nachgefragt: LBS schraubte an das Top-Modell von BMW, die K 1600  GT, den aus England stammenden Stepler-Seitenwagen. Klingt mutig und wirkt in der Praxis doch weniger extravagant als vermutet – Vorstellung und Fahreindrücke ab Seite 20.

Tausende von älteren Motorrädern stehen zugestaubt in Nischen und Garagen. Jeder von uns kennt eine solche Möhre. Zwar funktionstüchtig, aber schon lange nicht mehr bewegt. Eine Steilvorlage für jeden Umbau zum dritten Rad! Zwei solcher
wiederauferstandener Schätzchen haben wir im Heft: Eine Suzuki DR Big 750 S und, in Eigenleistung wieder aufgebaut, ein achtzehn Jahre altes Ural-650er-Gespann.

Dass eine entspannte Gespanntour nicht immer in ferne Länder führen muss, zeigt eine Tour durch das Knüllgebirge in Nordhessen.

Auch eine schöne Idee für einen Wochenendausflug ist Geocaching – die Schnitzeljagd auf drei Rädern gibt‘s ab Seite 30. Neben vielen weiteren Themen bieten wir unseren Technikfreunden mit dem Gespann-Simulator von Christoph Koulen neue Einblicke in die Theorie.

Viel Spaß beim Schmökern!

Bernhard Götz
bg@motorrad-gespanne.de

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